Liebe Freunde von Avantart!

Ich bin noch immer sehr traurig und geschockt über die Zerstörung der Buddha-Statuen in Bamiyan durch das Taliban Regime. Ich habe deshalb aus 25 Jahren alten Dias eine Sammlung zusammengestellt, die die Schönheit und auch die schon damals bestehenden, durch islamischen mittelalterlichen Bildersturm entstandenen Schäden dokumentieren. Schauen Sie sich bitte an, was die Welt durch Bildersturm und Ignoranz verloren hat.

In St. Petersburg wurde der Petersburger Dialog begründet, eine deutsch-russische Gesprächsrunde, die regelmäßig tagen und den Dialog der Zivilgesellschaften fördern soll. Themenschwerpunkte sind Politk, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien. Kultur - das ist ja mein Hauptanliegen, Kultur als Mittler, als Mittel der Verständigung, uns kennenzulernen und über uns zu erfahren.
Der Teilnehmerkreis von deutscher Seite ist nicht sehr phantasievoll zusammengestellt und die freien Kultur-Initiativen, die ohne sonderliche Unterstützung durch öffentliche Stellen und Töpfe seit Jahren intensiv zusammenarbeiten, kommen wenig oder gar nicht zu Wort - das ist mein erster Eindruck.
Aber das kann sich ja noch ändern. Hoffen wir's. Und wenn es sich nicht ändert, machen wir weiter wie zuvor.
Ergebnis dieses Dialogs könnten zum Beispiel erleichterte Visaregelungen für Kulturbeteiligte sein ... das wäre doch schon eine große Erleichterung. Wir rufen ja nicht immer nach Geld, guter Wille und echtes Engagement zeigt sich ja auch in bürokratischen Erleichterungen!
Die Internet-Seiten des Dialogs: http://www.petersburger-dialog.de
Eine kleine Nachbemerkung sei noch gestattet: am Eröffnungsabend wurde die Oper Rheingold gegeben, offiziöser geht es ja wohl kaum. Ist das ein gutes Zeichen für einen beginnenden Dialog oder wieder nur das einfache Spiegelbild der Entscheidungsträger, die das Schlagwort Kultur vor sich her tragen, im Munde führen, aber nur dem eingespielten Kulturkanon für Wirtschaftsmagnaten und Bildungsspießbürgern hinterherlaufen???
Nun war ich ja sehr oft in Russland und auch wenn dieses riesige Land sich bis in den Fernen Osten erstreckt, besitzt es doch einen sogenannten europäischen Teil. Die Grenze zwischen Europa und Asien verläuft entlang des Ural. Dies ist eine willkürliche Grenzziehung, entstanden aus historischen Gegebenheiten, und doch macht sie uns augenfällig, daß dort Osteuropa zu Ende geht.
Während meiner Reise in die Ukraine im vergangenen Winter erlebte ich in Lviv / Lemberg den Kontrast zwischen der zentraleuropäischen Vergangenheit, geprägt durch die österreichisch-ungarische Herrschaft, und der Gegenwart, die immer noch durch die Katastrophen des 2. Weltkrieges mit allen Folgen des Holocaust, der Bevölkerungsverschiebungen und Vertreibungen und die Katastrophe der Sowjet-Zeit geprägt ist.
Immer wieder jedoch scheint heute die Idee Zentraleuropas durch, der Dialog mit Polen, die Annäherung und die Furcht vor der Ausgrenzung aus Europa durch die Europäische Union. In Lviv erscheint eine hochinteressante Zeitschrift, Ï, die in ukrainischer, deutscher und deutscher Sprache herausgegeben wird. Die interessanten Themen dort machten wir deutlich, daß sich Europa in der Zeit seit 1989 grundlegender gewandelt hat, als wir es wahrnehmen (wollen).
Im zweiseitigen Denken der letzten 50 Jahre (hier Westeuropa und die Freiheit - dort Osteuropa und die Unfreiheit) wurde Zentraleuropa nicht wahrgenommen. Und meine geschichtliche und politische Sozialisation hat mein Weltbild und meine Vorstellungen geprägt, die nun langsam ins Wanken geraten, je mehr Zental- oder Mitteleuropa "zur Sprache kommt".
Ich bin fasziniert und neugierig, freue mich über die Diskurse in der deutsch-polnischen Zeitschrift TransOdra geführt werden und empfinde fast schmerzhaft daß hier die Themen sind, die unsere Gegenwart bestimmen.
Schmerzhaft empfinde ich, daß ich viele der Beiträge nicht verstehen kann, da ich kein Polnisch und Ukrainisch oder zu wenig Russisch verstehe, und deshalb beispielsweise die interessanten Veröffentlichungen aus dem Czarne Verlag von Andrej Stasiuk, der nicht nur ein wunderbarer Erzähler, sondern auch ein ambitionierter Verleger ist, nicht lesen kann.
Ich sehe einen Prozess der Integration in einer dis-integrierten Zeit und das beschäftigt mich. Dieses Thema wird mich nicht loslassen, es drängt sich mir auf und läßt sich nicht beiseite drängen. Ich hoffe, ich finde die Zeit, mich ihm intensiver zu widmen.
Ein Beispiel für meine persönliche Herangehensweise:

Es reizte mich, Zitate aus zwei Gedichten von Dmitri Prigow und Adam Zagajewski einander gegenüberzustellen:
eine poetische Topographie
![]() für wen wer schreibt Ruslan Elinin | Ich bereite meine Ausstellung vor, die ich im Mai in Moskau zeige werde: |
Vladimir Volkow ist auf Avantart ja kein Unbekannter. Wir haben ihn auf Tourneen in Rußland getroffen, waren zusammen auf Festivalreisen, haben in Puschkin das Kukart Festival gefeiert und er ist auch bei uns in Hamburg aufgetreten. In der St. Petersburg Times, einer online-Zeitung aus St. Petersburg, stellt Sergey Chernov nun das Volkov Trio vor:
Volkov-Trio: a jazzgroup you can only hear in concert
Das Photo stammt von Dmitry Kondradt.
Ich habe einmal im Archiv der St. Petersburg Times gesucht und weitere Treffer gefunden:
Kuryokhin Honored
Singer Hits 'Natural' High
und
Avant-Garde Jazz Festival
Dieser Artikel in der St. Petersburg Times war auch Anlaß für mich, Vladimir Volkov's Seite auf Avantart zu aktualisieren.

Ich war neugierig auf die Technik der WebLogs, die ich immer stärker im Internet vorfinde. WebLogs bieten die Möglichkeit, elektronische Tagebücher, Thesen oder Photo-Serien zu veröffentlichen und zur Diskussion zu stellen. Dies geschieht formular- und eventuell datenbankgesteuert, sodaß man sich beim Veröffentlichen auf den Inhalt konzentrieren kann und sich nicht um die Gestaltung kümmern muß.
Durch einen Hinweis auf www.ideenreich.com bin ich auf die Software Greymatter gestoßen, die unabhängig von fremden Servern und Werbefinanzierung solche Logs ermöglicht. Ich experimentiere im Moment mit dem Programm und habe die erste Photo-Serie installiert. Sie wird wachsen.
Mit einem ziemlich realistischen Osterbild habe ich meine erste Serie eröffnet.
Ich kann mich an keinen Ostersonntag in meinem (langen) Leben erinnern, an dem Schnee fiel. Aber ein kalter Ostersonntag ist mir im Gedächtnis geblieben und auch dokumentiert.
Ich wünsche ein frohes Osterfest!
die ersten Versuche mit meiner neuen digitalen Kamera, Canon IXUS:
die alte Frau in der Tram
eine Fahrt mit der Linie 5
MIMI 2001 wird vom 27. Juli bis 29. Juli stattfinden, diesmal auf der Insel Frioul bei Marseille!
Erwartet werden: Christian Marclay, Thurston Moore (SONIC YOUTH), Lee Ranaldo (SONIC YOUTH), Huun-Huur-Tu (Tuva), Ensemble Rayé (Schweiz), Akosh S. Unit (Ungarn / Marseille), Sathla (klezmer-jazz aus New York), Kassalit, und andere.
Dies sind die ersten Informationen, die ich erhielt.
Weiteres wird auch auf der Internet-Seite von MIMI zu erfahren sein, aber im Moment ist dort noch nichts zu erfahren. Wird aber bald...

Ich gestehe, daß ich einen ziemlich dummen Fehler gemacht habe: ich habe in meinem Computer die Partitionstabelle meiner zweiten Festplatte zerstört und damit auch den Inhalt zweier Partitionen. Danach habe ich dann eine Menge über Datenrettung und -rekonstruktion gelernt und ich kann die Firma ONTRACK und Ihr Programm Easy Recovery wirklich nur empfehlen. Aber alle Daten konnte ich nicht wiederherstellen und leider habe ich die aktuelle Avantart Mailingliste verloren
Deshalb bitte ich Sie, falls Sie an diesem Newsletter (maximal einmal pro Monat, versprochen!) interessiert sind, tragen Sie sich bitte in die Liste erneut ein!
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