26. Mai 2003
Ruhe ist ein Gratis-Kollektivgut,
das durch einen einzigen Störer kaputt gemacht werden kann.
diese Aussage trifft den Kern.
Danke! und hier der Link zu dieser Aussage:
http://www.buchegger.de/
26.05.2003, 19:47 Kategorie: mitgehoert
Crime and War and War and Crime
ist doch interessant, die Amis haben die gleich Affinität zu Crime und War.
26.05.2003, 18:39 Kategorie: Aufruestung
Der Film "POEM"
es macht mich böse, wenn einer meint, er könne mir was erzählen, nur weil er zu kurz denkt, nichts weiß und nichts spürt
soviel erstmal, der Rest muss sich noch setzen
26.05.2003, 07:13 Kategorie: Alltag
22. Mai 2003
Bodo!
Nach mehr als 20 Jahren: in einer Empfängerliste einer Mail stolpere ich über einen Namen, erinnere mich vage, ja vor 20 Jahren, da gab es mal Musiker-Agenten, C(riminals) i(n) a(ction), über die buchten wir Ted Milton und Blurt und andere und dann brannten Betten und weitere eigenartige Dinge geschahen...
und heute nach 20 Jahren trifft man sich so virtuell...
die große Welt ist ziemlich klein
22.05.2003, 22:27 Kategorie: Alltag
21. Mai 2003
Kultur und Unfälle
21.05.2003, 21:25 Kategorie: Versuch und Irrtum
19. Mai 2003
Musik ganz persönlich

meine beiden Freunde, Heinz und Hans...
19.05.2003, 21:09 Kategorie: mitgehoert
14. Mai 2003
so wie man sich fühlt...

wirds dann auch
14.05.2003, 23:02 Kategorie: Alltag
13. Mai 2003
Grammatik ist nicht ihre Stärke
ich hoffe doch, daß die Suchmaschine besser arbeitet als die Grammatik vermuten läßt...
13.05.2003, 12:04 Kategorie: Versuch und Irrtum
11. Mai 2003
Hamburger MedienGesetz
es spricht für diesen unsäglich topfdummen Senat, daß er sich der Gefahren der Öffentlichkeit bewußt ist und deshalb seine Gesetzentwürfe nicht veröffentlicht, nur Pressemitteilungen eben.
Es gibt nun viel Geschrei, daß der OFFENE KANAL geschlossen oder umgenutzt werden wird. Das ist bitter. Wenn der OFFENE KANAL auch nicht eben so viel Hörer fand wie intendiert und gewünscht in Hamburg, bot er doch vielen eine Plattform.
Aber gar nicht zur Kenntnis genommen wird, nur eben in kleinen Nebenzeilen erwähnt von Kritikern, daß nun dem Kommerzradio zeitgemäßere Arbeitsbedingungen geschaffen werden sollen:
- auch während der Nachrichten darf Werbung gesendet werden
- die "Pflicht-15-Minuten-Sprachbeiträge-pro-Tag" sind dann gestrichen, was soll man auch sagen.
Den Dummen braucht man nichts zu sagen. Die sollen Sprache gar nicht mehr wahrnehmen. Höchstens als Konsum-Aufforderungen. Und Nachrichten sind auch nur Stichwortgeber für Werbung.
11.05.2003, 08:16 Kategorie: Verzweiflung und Ignoranz
wer weiß denn schon,
wie Stiefmütterchen schmecken?
irgendwie wie DubbleBubble
11.05.2003, 08:10 Kategorie: Alltag
10. Mai 2003
Der Moment, in dem das Bündnis ...
Der Moment, in dem das Bündnis aus dem Willen zur Provokation und geistiger Schlichtheit sich offenbart. Bernd Lunkewitz saugt da immer nervöser an seiner Zigarre, kommt später ganz von selbst auf das Thema zurück, wohl wissend, daß da eigentlich nichts mehr zu retten ist und erklärt: Ich habe Stefan vorher extra noch gesagt, er soll nicht ironisch sein. Bitte keine Ironie, das verstehen die Leute hier nicht." Doch die Leute hatten es schon verstanden. Besser als dem Verleger in diesem Augenblick lieb war.
aus einem Bericht der FAZ über die Präsentation der Memoiren eines unsäglichen Dummbeutels. Aber der Verleger scheint auch nicht so gescheit zu sein...
Der Moment, in dem das Bündnis aus dem Willen zur Provokation und geistiger Schlichtheit sich offenbart....
10.05.2003, 13:07 Kategorie: Verzweiflung und Ignoranz
04. Mai 2003
Und noch eine Meinung:
Stephan Schmidt-Wulffen, ehemaliger Direktor des Hamburger Kunstvereins:
Koons' Entwurf sei "ein wunderbarer Beitrag zum Ausverkauf der Kultur, den Hamburg momentan betreibt. Ich habe größten Zweifel, ob diese populistische Schiene überhaupt noch unter Kultur gesehen werden kann. Das ist alles schon ein Aspekt der Tourismus-Branche."
04.05.2003, 08:26 Kategorie: Kunst
Jeff Koons auf dem Spielbudenplatz
einen interessanten Beitrag in der Debatte um diese unsäglichen Lego-Kräne von Michael Lingner:
So räumt Michael Lingner, HfbK-Professor und Initiator des Projektes "Kunst im öffentlichen Raum in Theorie und Praxis", zwar ein, Jeff Koons habe eine "künstlerische Strategie entwickelt, sich auf jedes Niveau begeben zu können und die Trivial- oder sogar Kitschkultur zu veredeln." Diese Idee sei mittlerweile jedoch zur kommerziellen Masche geworden: "Als solche hat sie hier in Hamburg perfekt funktioniert: Wenn ein Bausenator die Federführung hat, dann wird eben mit Baukränen operiert - das versteht er."
Den Entwurf ernsthaft unter künstlerischem Aspekt zu diskutieren, hält Lingner für problematisch. "Das Ganze ist primär als Werbung gewollt und gedacht und stellt insofern einen inzwischen üblich gewordenen Missbrauch von Kunst dar. Dies dann zu einem ,kleinen Weltwunder' zu stilisieren, ist eine gnadenlose Anmaßung, wenn man sich die historischen Beispiele vor Augen hält Jedes Überraschungsei ist dann auch ein kleines und wohlfeileres Weltwunder."
Dafür entdeckt Lingner einen ganz neuen Ansatz: "Dass Koons dieses ,Meisterstück' gelungen ist, beantwortet zugleich die Frage, was an dieser seiner Arbeit ,Kunst' ist."
04.05.2003, 08:25 Kategorie: Kunst
"Kulturhauptstadt" Hamburg?
diese Pressemitteilung des Senats ist in ihrer Verlogenheit und Dummheit so grotesk, daß ich sie vollständig wiedergeben muss:
Hamburg bewirbt sich nicht als Kulturhauptstadt Europa 2010
Senatorin Horáková: Wir sind solidarisch mit den norddeutschen Kandidaten
(pr, 29.04.2003) Hamburg wird sich nicht als Kulturhauptstadt Europa für das Jahr 2010 bewerben. Darauf haben sich heute einmütig alle Koalitionspartner verständigt. Die Entscheidung wurde nach intensiver Abwägung aller politischer und finanzieller Aspekte getroffen. Hamburg wird aber die Bewerbungen von Bremen und Lübeck um den Titel unterstützen.
Nach Auffassung von Bürgermeister Ole von Beust muss das Engagement und die Begeisterung der Hamburgerinnen und Hamburger nach den Monaten der Olympia-Bewerbung auf neue Projekte ausgerichtet werden. Die personellen und finanziellen Ressourcen Hamburgs seien aber begrenzt. Das habe auch die Politik zu berücksichtigen.
In Abstimmung mit den Mitgliedern des Senats ist heute auch beschlossen worden, dass Hamburg die Bewerbungen der norddeutschen Städte Bremen und Lübeck um den Titel "Kulturhauptstadt Europa 2010"unterstützen wird.
Kultursenatorin Dr. Dana Horáková: "Hamburg hat jedes Potential, um Kulturhauptstadt zu sein. Wir haben eine vitale, kreative und in der Stadt verankerte Kultur, die eine Bewerbung begründen würde. Wir haben uns aber heute entschlossen, die Bewerbung der norddeutschen Städte Bremen und Lübeck als Kulturhauptstadt 2010 zu unterstützen. Hamburg hat für seine Olympia-Bewerbung sehr viel Solidarität aus den Hansestädten erfahren. Einen Teil dieser praktizierten Nachbarschaft möchten wir zurückgeben.
Hamburg wird auch künftig direkt in die Kultur investieren. Im Rahmen des Leitbildes "Metropole Hamburg - Wachsende Stadt" haben wir schon jetzt bewiesen, dass diesem Senat die Kultur am Herzen liegt. Dies wird auch in Zukunft so sein. Es gilt, die Aufbruchstimmung, die es seit der Olympiabewerbung in der Stadt gibt und die von den Kulturschaffenden mitgetragen wurde, auch weiterhin für die wachsende Metropole Hamburg zu nutzen."
ja, man kann der Bevölkerung eine Kulturhauptstadt nicht zumuten, aber Jeff Koons auf dem Spielbudenplatz, dafür ist die Bevölkerung gut!
Und die Hamburger Künstler in ihrer Aufbruchsstimmung kann man ja auch so unterstützten. Ich frage mich nur, welche Künstler da wohl gemeint waren von Frau H.?
Sie kennt doch höchstens Hundertwasser, Bruno Bruni und Jeff Koons?
Ein Mickymaus-Senat, dieses ein unseliger Haufen.
04.05.2003, 08:21 Kategorie: Verzweiflung und Ignoranz
Der Hamburger Senat
zeigt sich auf
hamburg.de ganz freundlich.
Sie haben nur ihre talentierte Kultursenatorin nicht mit aufs Bild gelassen!
wenn man dann weiterblättert, findet man die Behörden aufgelistet. Ist es Absicht, daß die Kulturbehörde als letzte aufgeführt wird? Wenn nicht, so hat es doch Methode
Interessant ist auch, mir fällt es jedenfalls auf, daß die Partei, die den smarten Herrn Schill stellt, nicht mit ihrem vollen Namen (Partei für Gerechtigkeit und irgendwas...) genannt wird, sondern strikt
Schill-Partei genannt wird. Ja ja die Demokraten und ihr Verständnis...
04.05.2003, 08:12 Kategorie: Verzweiflung und Ignoranz
Der Iraq hat Massenvernichtungswaffen..
und daß man nicht findet, liegt eben daran, daß die Machthaber Jahre Zeit hatten, diese zu verstecken
und die arretierten Regierungsmitglieder lügen auch, was das Zeug hält...
sagt Bush.
Tja, daß man eine eigene Behauptung nicht beweisen kann zeigt die Bosheit, Verstocktheit des Gegners
eigentlich ein sehr pubertäres Argumentieren des Herrn Bush
04.05.2003, 08:03 Kategorie: Aufruestung
03. Mai 2003
Lost in translation: the narrowing of the American mind
ein hochinteressanter Artikel auf
http://www.opendemocracy.net/debates/ über die Verengung des amerikanischen Bewußtseins durch die Einschränkung auf englischsprachige oder amerikanisch-sprachige Literatur:
"Without translations, Americans, who are notoriously monolingual, have access only to the perspectives of those who write and speak in English; thus the ideas of millions are lost to them. "
und gelernt habe ich, daß der Anteil an übersetzten Literatur an den Neuerscheinungen gesamt am höchsten in Deutschland ist. Sind wir so weltoffen?
und gelernt habe ich auch noch, daß in den USA genauso wenig Übersetzungen wie in der arabischen Welt, jedoch auf die Bevölkerungszahl umgerechnet, wesentlich weniger, auf den Markt kommen:
A 2002 United Nations report on development in the Arab world cited the meagre number of translated books available there each year. But the annual figure, 330, is about the same number of translated literature titles that the United States, with its huge publishing industry, put out in 1999, the most recent year for which America’s National Endowment of the Arts has full figures. When viewed as a percentage of the total books published, the Arab world surpasses the United States. und zum Schluß die conclusio:
The indifference of American public culture to the imaginative experience of other peoples is reflected in the dearth of work translated from foreign languages. As the world becomes more complex and its literary voices more varied and challenging, the damage of this complacency is not only to unheard, unread writers, but to the American mind itself.
03.05.2003, 08:48 Kategorie: gelesen
02. Mai 2003
Jahrestage von Uwe Johnson
die eindringliche Verfilmung dieses großen Romans brachte mich letztes Jahr dazu, das Buch (vielmehr die 4 Bücher) zu lesen. Die Jahrestage liessen mich nicht los und brachten mich dazu, weitere Bücher von Uwe Johnson, die ich seit meinem Studium vor 30 Jahren nicht mehr gelesen hatte (und damals wohl auch nicht richtig aufnehmen konnte) aus dem Regal zu holen.
Und nun wird der Film wiederholt, der erste Teil wurde gestern gesendet. Eindringlich, kurze Worte, aber grosse Menschenschilderungen..
Hier die Folgetermine: nicht versäumen:
ach ja, in der ARD, 1. Programm:
Teil 2: Sonntag, 4. Mai, 0.05 Uhr
Teil 3: Donnerstag, 8. Mai, 23.00 Uhr
Teil 4: Sonntag, 11. Mai, 23.35 Uhr
Und wieder belegen die Sendezeiten die Mißachtung des kulturellen Auftrages der Sendeanstalten durch die Programmplaner
02.05.2003, 21:06 Kategorie: gelesen
Kunst in Hamburg? Hamburgs Regierung mit Kunstverstand???
Ob mit Olympia-Bewerbung oder Polizeiuniformen vom Designer Luigi Colani, mit einem neuen Aquadome „für Klassik und Kabeljau“ in der Hafencity oder dem heimlichen Abriss von sperrigen Kunstwerken im öffentlichen Raum – diese Regierung versucht mit allen Mitteln die Stadt auf ihre Vermarktbarkeit hin zu trimmen. Koons größenwahnsinniges Spaß-Monument bietet dafür die perfekte politische Symbolik.
aus der Süddeutschen von heute.
Das Elend der Hamburger Regierungskoalition ist ihre Ungebildetheit. Effektgierig, nur dem Moment verpflichtet und ohne Wissen um die Welt richtet sie ihr Unheil an
[mehr ...]
02.05.2003, 09:13 Kategorie: Kunst
Arbeitsbibliothek...
"Die Berliner Zentral- und Landesbibliothek hat die 17.000 Bände der Arbeitsbibliothek des Schriftstellers Franz Fühmann erworben."
Dieser kurze Satz läßt mich über das Wort Arbeitsbibliothek stolpern. Es gefällt mir. Eine Arbeitsbibliothek ist eine Bibliothek, die immer zur Verfügung steht, in der ich recherchieren kann oder mich festlesen. Nicht alle Bücher hat man komplett gelesen, nein, man hat sie zur Verfügung.
Das empfinde ich als Luxus.
Und Franz Fühmann sollte man auch unbedingt lesen oder zur Seite haben.
02.05.2003, 09:01 Kategorie: gelesen
01. Mai 2003
Hanseatischer Umgangston
eine alte Dame möchte sich im Bus auf einen Behindertensitzplatz setzen und faucht die schon sitzende andere Dame an.
Diese zeigt auf den freien Sitzplatz neben ihr: "ja, dann setzen Sie sich doch"
"ja so geht das ja nicht, kann doch nicht jeder hier sitzen..."
"Gute Frau, ich habe auch einen Behindertenausweis und auf mehr als einem Sitzplatz können Sie ja wohl nicht sitzen, oder?"
Da war die alte Dame sprachlos. Aber dann nur vor sichhingebrummel und keine Entschuldigung. Das tut man als "behinderte alte Dame" nämlich nicht, sich entschuldigen...
01.05.2003, 19:42 Kategorie: Versuch und Irrtum
Konsumverweigerung
die vielbeschworene Konsumverweigerung sehe ich mehr auf der Seite der Anbieter denn der Käufer.
Gerade gestern habe ich wieder versucht, in einem großen Konsum-Elektronik-Tempel zwei USB-Hubs zu erstehen.
1. Die Geräte, wenn man sie denn findet, sind nicht ausgepreist.
2. Der Versuch, einen Verkäufer anzusprechen, ist nicht strafbar. Trotzdem laufen die Verkäufer immer vor den Kunden davon, allerdings in die Arme der nächsten Kunden...
3. 30 Minuten habe ich warten müssen, bis ein Verkäufer mir erklären konnte, er könne entweder die Ware auszeichnen oder verkaufen.
Ja was denn nun? Es ist, wie ich schon lange vermute: der Kunde stört.
Nicht die Verkäufer, die wären froh, hätten sie mehr Zeit für Kundenberatung.
Nein, die Geschäftsleitungen. Es ist ja auch leichter auf die Kunden zu schimpfen, sie des Konsumverzichts zu zeihen, als ihnen Kaufanreize in Form von Beratungs- und Bezahlmöglichkeiten zu bieten.
Wie oft schon habe ich kleinere Einkäufe wieder sein lassen, weil ich keine Lust hatte, zum Einen die Kasse zu suchen und zum Anderen dann bis zu 30 Minuten in der Warteschlange zu stehen, um einen Reißverschkluß zu bezahlen...
Irgendwie ist da etwas nicht ganz verstanden worden:
- wenn mehr Menschen verdienen, z.B. als Verkaufspersonal, dann können sie auch mehr konsumieren
- wenn die Kunden den Einkauf in kurzer Zeit effektiv erledigen können, dann kaufen sie auch eher
Natürlich habe ich, als ich dann 2 USB-Hubs fand und die Preise wusste, ein falsches Produkt gekauft, einen Switch statt eines Hubs, aber das ist wieder ein Beweis für schlechte Beratung...
01.05.2003, 19:37 Kategorie: Alltag