25. Februar 2004
Respekt

Da gibt es einen 99jährigen Chirurgen in St. Petersburg und er sagt etwas ganz Einfaches:
"Evil people don't live long. Evil eats a person and destroys his body and personality. So I try to do only good toward others.""
das berührt mich. Und ich frage mich, ob ich dieser einfachen Aussage genüge.
25.02.2004, 01:44 Kategorie: Unser Leben
20. Februar 2004
Vorahnung?
heute morgen kurz beim Presse-Lesen online einer Intuition folgend auf die Seite von
Michael Grey Wolf Guruev geschaut, mit dem ich bestimmt seit 5 Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Und heute abend ruft er mich an, ist wieder einmal in Deutschland. Und ich wundere mich, habe ich Vorahnungen?
20.02.2004, 23:53 Kategorie: erlebt
17. Februar 2004
Massenamateurisierung im Internet
in einem
interessanten Folio bringt die NZZ den Begriff der
Massenamateurisierung.
Der Ausdruck gefällt mir.
Die Auswirkungen weniger.
17.02.2004, 08:09 Kategorie: Verzweiflung und Ignoranz
03. Februar 2004
Die Geschichte vom weinenden Kamel
nein, das tue ich mir nicht mehr an, in der Hochburg der Alternativen und Naiven (Freiburg i.Brsg.) einen Film mit "Ah-" und "Oh-" und "Och-Verdacht" anzusehen.
Da kann der Film noch so unprätentiös und unspekulativ gemacht sein, gegen das
süss.... und dieses
Eiteitei-Lachen kommt man nicht an (man kann auch nicht weghören). Es gibt dem Film auch keine Chance, mit der Ruhe gefangenzunehmen, wenn jeder ständig seinem Nebensitzer erklärt und bestätigt, was sowieso gerade alle sehen.
Das einfache, harte Leben, wie es geschildert wird, dringt zu den Betrachtern nicht durch, wird dem Leben auf Kuschelkissen gleichgesetzt.
Ein Tier ist immer niedlich, sein Verhalten wird immer vermenschlicht.
Das geschilderte Leben, der Film - sie haben keine Chance. Die niedlichen einfachen Menschen mit ihren süssen Tieren, über die Mongolei lernen diese Zuschauer nichts.
Bestimmte Sitten (Flaschentausch beim Zusammensitzen in der Jurte) werden gar nicht wahrgenommen, brauchen also auch nicht erklärt werden, finden einfach nicht statt.
Das Leben dort geht sowieso weiter. Die Kälte und das Tiersterben sind in diesem Film marginal - ist das kalkuliert, weil das antizipierende Publikum dies sowieso nicht verstände?
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03.02.2004, 22:24 Kategorie: Verzweiflung und Ignoranz
02. Februar 2004
Köln: Grausam und Zärtlich
die Fotoausstellung des Kölner Ludwig-Museums reizte mich und ich habe mir sogar dafür Urlaub genommen.
Und ich habe Bilder von August Sander, William Eggleston, Boris Mikhailov und anderen sehen können (die Webseite des Museums spricht von
circa 20 Künstlern, die wissen es also selbst nicht genau,...
die unterschiedliche Darstellung des menschlichen Leides bei Mikhailov und Fazal Sheikh regt zum Nachdenken an, wie kommt es daß ähnliche Erfahrungen Würde rauben und Würde belassen können?
Aber es bleibt ein schaler Geschmack: wie zufällig erscheint oft die Auswahl, wäre eine Einzelausstellung den Fotographen nicht gerechter geworden?
Nun, Eggleston hat in letzter Zeit seine Einzelausstellungen gehabt, Mikhailov ist zu eitel und verwöhnt, um in der Ukraine an einem Festival der jungen ukrainischen Fotographie teilzunehmen, es bleibt mir der Schluß, dass ich hier Werke ausnahmslos arrivierter Fotographen sehen könnte, in einer stark beworbenen, aber relativ lieblos kuratierten Ausstellung.
Weniger wäre vielleicht mehr gewesen.
02.02.2004, 22:44 Kategorie: Kunst
Wo war ich?
das hat mir gefallen: eine Karte der bisher in einem langen Leben besuchten Länder zusammenzustellen. Auch wenn die besuchten Länder heute ja doch manchmal anders heißen und kann ich USA auswählen, nur weil ich mal in New York war?
hier stehts wies geht..
02.02.2004, 21:00 Kategorie: UndSonst
01. Februar 2004
Klangstoff

war der Name einer Veranstaltung in den Räumen des Kunstvereins Harburger Bahnhof am 30. Januar.
Heinz-Erich Gödecke stellte Malerie, Installationen und Musik zusammen, in drei Sets erklangen Neue Musik, Improvisationen, eine Partita von J. S. Bach, mongolische traditionelle Musik, ich möchte nicht das Programm hier aufzählen, ich möchte die Dichte benennen können, die Intensität.
Heinz-Erich Gödecke hat mit diesem Programm die ganze Bandbreite seiner Themen, Klänge und Bilder gezeigt, sich geöffnet, sich dem Risiko ausgesetzt.
Dafür liebe ich ihn

HoSoo und Vladimir Anokhin
01.02.2004, 11:39 Kategorie: Kunst