Immer schon war die Webseite der
ZEIT ein überladenes Monster, in dem man sich heillos verirren kann, was auf keinen Fall heißt, daß man dabei glücklicher Funde gewahr wurde, nein, immer war da das Gefühl, nun auch den letzten Faden verloren zu haben.
Und nun hat es einen sog.
Relaunch gegeben. Feierten sich die Herrschaften der ZEIT nicht so sehr dafür, ich hätte es nicht gemerkt.
Noch immer ein Knäuel verschachtelter Seiten, eine Des-Orientierung sondergleichen, auf 2 inhaltstragende Sätze kommen 5 Kästchen, Flatterboxen, Wegda-Links, die alles daran tun, die Lektüre zu stören, den Lesefluß zu kasteien und die Neugierde abzuwürgen.
Ein Artikel über Lyrik beispielsweise in einer schmalen Textspalte, umzingelt von Werbung, Special Content und wie der digitale Müll sonst heißt, dafür aber aufgebrochen in 3 Seiten.
Ich weiß nur nicht, was das soll. Was man sich dabei gedacht hat. Haben die Herren Webdesigner da vor lauter Sich-Auf-Die-Schulter-Klopfen jedwede Alltagsprüfung vergessen? Nie mal den Volontär losgelassen auf die Seite oder die Abschulklasse der kleinen Schwester?
Ich mag es nicht, für ein Jahres-Abonnement der ZEIT 150,00 EUR zu bezahlen, wenn das Geld dann so zum Fenster hinausgeworfen wird. Alltagstauglich ist diese Seite auf keinen Fall. Einfach nur ein Gräuel.