25.01.2010 ::
Das Lesebuch ist aktualisiert, upgedatet, relauncht...
wie immer auch der Worte sind, Nucleus hat als Blog-Software hier ausgedient.
Sie finden das
Avantart Lesebuch nunmehr neu gestaltet vor, die Inhalte aus 12 Jahren Lese-Lebenszeit habe ich aber übernommern.
Und wollen Sie mal so richtig Böses über Bücher lesen, dann finden Sie auf meiner bösen Seite
Buchbestattung.de sicher auch Anregendes!
25.01.2010 Kategorie: Grundsätzliches
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21.12.2009 ::
Keine Bildung ist auch Bildung ...
da wird im Titel-Magazin, welches ja recht oft unter der Qualitätslatte durchschlüpft, eine
Autorin zu Ihrem Buch "Hundeherz" interviewt, warum ausgerechnet ein Hund und und und...
Viele Worte.
Aber es fällt so gar nicht auf, daß es das Buch mit dem Titel "Hundeherz" schon gibt, verfaßt von dem großen Dichter Bulgakov, der ja auch Deutschen, und vor allem deutschen Literaturkritikern und Autoren, nicht unbekannt sein dürfte.
Peinlich.
21.12.2009 Kategorie: Leseerfahrungen
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07.12.2009 ::
Jedes Wort weiß etwas vom Teufelskreis
Herta Müller hielt heute ihre Nobelpreisrede und ich habe versucht, den Text ihrer Rede auf der Webseite des Nobel-Komitees zu finden.
Das ist mir nicht gelungen, es gabt dort zwar einen "V
ideo-Broadcast", aber nicht den Text.
Den Text fand ich jedoch bei der FAZ, die die Rede in vollem Wortlaut veröffentlicht:
Jedes Wort weiß etwas vom Teufelskreis
07.12.2009 Kategorie: Weltliteratur
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05.12.2009 ::
Nachtrag: 5 Geschichten vom Winter
Andrzej Stasiuk hat es auf die Insel geschafft, er ist in die Insel Bücherei geschafft. Das ist eine Ehre für ihn und ein Glück für uns Leser.
5 Geschichten sind in diesem Bändchen versammelt, die verstreut veröffentlicht waren. Fünf Geschichten, in denen eigentlich nichts geschieht und in denen doch das ganze Leben steckt.
Mehr als empfehlen kann ich dieses Buch nicht und als Geschenk ist es immer ein guter Tip.
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05.12.2009 Kategorie: Stasiuk
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Nachtrag: mal was Anderes
Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht ist der Titel dieses leicht, mir etwas zu leicht, dahinerzählten Buches von
Dieter Moor, in dem er die Erlebnisse als Neu-Siedler in Brandenburg schildert.
Seit unserem Hauskauf in Ostvorpommern bin ich natürlich neugierig auf Schilderungen von Wessis im Osten und deshalb habe ich mir dieses sehr leicht zu lesende Buch gekauft.
Der Titel allerdings stieß mich zuerst ab.
Zuleicht assoziert man ein "
wir" im Titel einer "autobiographischen" Schildung mit dem Autor. Und konzediert ihm also eine arrogante Haltung. Also schon wieder so ein
LoHa, der daher kommt und alles weiß und den Leser belehren will. So meint die Leserin.
Dem ist aber nicht so. Der Autor zitiert das Motto, das jahrelang, DDR-lang, den Türbalken eines Konsum-Ladens zierte.
Ein gut zu lesendes, unterhaltsames, und den Menschen im Osten gerecht werdendes Buch. So leicht, wie er plaudert, nimmt er nämlich das alles nicht, der Moor hat seine Schuldigkeit getan.
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05.12.2009 Kategorie: Contemporaine
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02.12.2009 ::
Die Zimtläden in neuer Übersetzung
In der Rubrik "
Galizien" hier auf dieser Seite findet man immer wieder
Bruno Schulz.

Seine Zimtläden waren das erste Buch von ihm, das ich als junge Studentin las. Dann kam ich ja zur Jahrtausendwende in seine Heimat, nach Drogobycz in der Ukraine. Und seitdem berichte ich über ihn hier in meinem Lesebuch.
Nun ist die gerühmte Übersetzung von Doreen Daume auch als Taschenbuch erschienen. Diese Übersetzung hat überschwenglichstes Lob erfahren (siehe
Perlentaucher) und ich mußte das Buch natürlich kaufen.
Gelesen habe ich diese Ausgabe noch nicht. Das wird zwischen den Jahren geschehen. Dann werde ich auch den Essay David Grossmans, der dem Buch beigefügt ist, lesen.
Ich bin gespannt.
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02.12.2009 Kategorie: Galizien
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28.11.2009 ::
Nachtrag: Zwölf Stationen

Die Zahl
Zwölf hat es in sich: Apostel, Kreuzweg, Monate, ist die Basis des Duodezimalsystems, steckt in der Musik, bildet ganze Inselgruppen in der Ägäis, Tierkreiszeichen und und und... was davon verbinden wir Leser mit "Zwölf Stationen" von
Tomasz Rózycki ?
Einen Kreuzweg auf jeden Fall. Aber einen Kreuzweg der polnischen Art, durch den Alltag in Schlesien und seinen alltäglichen Wahnwitz.
Und das noch dazu als Vers-Epos.
Da bleibt einem glatt die Spucke weg ob dieses Unterfangens. Und auch beim Lesen, denn Vers-Epen haben eine gewisse Atemlosigkeit, zwingen den Leser in einen Lese-Galopp, die Metrik treibt voran, Lesegeschwindigkeit korreliert mit Handlungsgeschwindigkeit oder ist auch des öfteren gegenläufig. Wenn der Erzähler mal wieder versackt zum Beispiel, in den Phantasien von der Wieder-Erbauung der Kirche in der verlorenen ukrainischen Heimat, vom Papst welcher den Festgottesdienst zelebrieren wird und diese Kirchenweihe zum Friedensfest per se geraten läßt. Wenn es denn so passiert.
Aber so geschieht es natürlich nicht.
Und nun genug der Worte. Die sieben Euro für das Bändchen sind leicht aufzubringen. Kaufen Sie dieses Buch, lesen Sie es, kaufen Sie es nochmal und verschenken Sie es!
Eine Rezension hat dieser Band erhalten bisher im deutschen Literaturraum, die Seite beim Perlentaucher:
http://www.perlentaucher.de/buch/32861.html
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28.11.2009 Kategorie: anzuraten
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26.11.2009 ::
Nachtrag: Meine Buchhändlerin, Frau Herbst, hat Recht
Wenn Frau Herbst mir etwas empfiehlt, dann folge ich Ihrem Rat (meistens).

Dieses Mal empfahl sie mir "Herman Bang - Eines Dichters Letzte Reise", Texte, Briefe von Herman Bang, Klaus Mann und Friedrich Sieburg.
Von Gustav Seibt wurde dieses Buch als l
iterarische Kostbarkeit bezeichnet. Er hat ganz einfach recht.
Das Buch enthält ein Vorwort von Joachim Kesten, die Erzählung
Der große Kahn von Herman Bang, einen Text von Klaus Mann, einen Brief von Bang an seinen Verleger, eine Reflektion von Friedrich Sieburg und den letzte Brief Bangs vor seinem Tode.
Ich kannte den Namen des Autors, wußte, daß meine Mutter viel von ihm gelesen hat, fand aber nichts im Regal und kann mich auch nicht erinnern, je etwas von ihm gelesen zu haben. Umsomehr spürte ich das Versäumnis, als ich die kurze Erzählung las, und habe dann auch gleich bei
ZVAB bestellt, um diese Leselücke zu schließen.
Allein schon die Verlage, die seine Werke publizieren,
Manesse und I
nsel Verlag, sprechen für die Qualität dieses Autoren.
Ich empfinde dieses Buch als Glücksfall, weil es in dichter Weise die Verknüpfung von Literatur und Leben aufzeigt. Und dadurch anrührt.
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26.11.2009 Kategorie: Leseerfahrungen
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15.11.2009 ::
Nachtrag: Ilma Rakusa, Mehr Meer

Dieses Buch ist inzwischen erstaunlicherweise in der 3. Auflage erschienen. Die Autorin Ilma Rakusa erhielt dafür den
Schweizer Buchpreis 2009.
Warum liest man Bücher, Erinnerungsbücher, oder wie dieses hier genannt wird,
Erinnerungspassagen? Von Autoren, Autorinnen, die nur wenig älter sind als man selbst?
Was ist das Besondere an diesem Buch?
Nun ich finde an diesem Buch nichts Besonderes. Eher Langeweile und Ich-Bezogenheit.
Ich gestehe, daß ich aus persönlichem Interesse dieses Buch gelesen habe, aber das was ich zu erfahren hoffte, wird ausgeklammert.
Nun denn.
Ist es die südöstliche europäische Region, aus der die Autorin stammt, die mich interessierte? Dieser literaturgeschwängerte Teil Europas, dessen Widerspiegelung ich in ihren Erinnerungen zu finden dachte?
Ich weiß es nicht. Mir ist da zuviel ICH ICH ICH in dem Buch.
Erstaunlicherweise fand dieses Buch nicht nur den Schweizer Buchpreis, sondern auch ein großes Echo bei den Rezensenten (s. Perlentaucher)
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15.11.2009 Kategorie: Leseerfahrungen
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05.11.2009 ::
Nachtrag : Matthias Wegehaupt: Die Insel
In der letzten Zeit (fast ein halbes Jahr) kam ich nicht zum Schreiben, aber doch wohl zum Lesen.
Ich werde also die Bücher, die mir lesens- und empfehlenswert wert scheinen, hier in unregelmässiger Folge nachtragen. (Und ein wenig mogeln, das Veröffentlichungsdatum etwas zurückstellen...)
Bücher, die ich schlecht finde, finden ihren Weg erst garnicht hierher, die verbrate ich ohnehin auf der Buchbestattungs-Seite.
Das einprägendste Lese-Erlebnis diesen Sommer war für mich "Die Insel" von Matthias Wegehaupt.
Dieses Buch ist für mich das deutsche Nach-Wende-Buch überhaupt.
Es war eine Überraschung.
1014 intensive Seiten. Die Geschichte eines Mannes, der auf einer Insel, sei sie nun metaphorisch oder topologisch gemeint, lebt, arbeitet, malt. Über 30 Jahre seines Lebens wird berichtet. Mathias Wegehaupt, der Autor, lebt auf der Insel Usedom und hat diesen Roman aus den Notizen, die er 3 Jahrzehnte lang heimlich anfertigte und versteckte, zusammengestellt.
Abgesehen von einigen stilistischen Holpereien stellt dieses Buch einen Solitär dar: Einen ernstgemeinten, intensiven, nachdenklichen Bericht über die DDR.
Das Leben des Malers Unsmoler ist ein Leben in der DDR, spiegelt die Geschehnisse von 40 Jahren dieses Staatsgebildes, die Umformung der Lebenswelt der Bürger diese Staates, die Einengung, die Verluste ... nur wenige können widerstehen, am Ende ist die Insel menschenleer, verwüstet und nach der Wende Spekulationsobjekt.
Dieses Buch habe bei Jokers im Angebot gefunden. Und das kann ich nur Glück nennen. Denn dieses Buch ist vergriffen, sosehr vergriffen, daß der Autor selbst nach Berlin fuhr, wie er mir erzählte, um bei Jokers im Laden Exemplare seines eigenen Werkes zurückzukaufen. Was ihm nicht gelang.
Und dieses Buch scheint etwas ganz Besonderes zu sein. Findet man solche Bücher sonst oft für "3 Cent + 3 € Versandkosten" bei den gebrauchten Büchern, so steht dieses Buch inzwischen bei Amazon bei 78,00 EUR und 150,00 EUR, bei ZVAB ist das Buch überhaupt nicht zu finden.
Aber ich war trotzdem bei ZVAB fündig: Ich konnte 2 signierte Grafiken des Künstlers Matthias Wegehaupt erstehen.
Beim Perlentaucher finden Sie die Buchseite und ein Autorenporträt.
05.11.2009 Kategorie: Leseerfahrungen
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