06.10.2007 ::
12 Stühle von Ilja Ilf und Jewgeni Petrow und Ulrike Ottinger bei 3sat
dieses Buch, verfasst von den
Odessitern Ilja Ilf und
Jewgeni Petrow ist ein Klassiker.
Ein Klassiker wie "Meister und Margarita". Es spielt nur in einer anderen Zeit, in den Anfangsjahren der SU, nicht in der Stagnation wie Bulgakov's Werk.

Dieser Klassiker ist nun zum Film geworden. Dank Ulrike
Ottinger. Sie hat eine großartige Umsetzung dieses grotesken, vergnüglichen, bitteren und doch so menschlichen Stoffes verwirklicht. In sieben Folgen. Mit einer großartigen Bildsprache. Absolut großartig.
Und wie immer, wenn unsere öffentlich-rechtlichen Sender etwas müssen, aber doch nicht so recht wollen, wird es zu einer Zeit gesendet, wo jeder anständige Mensch schon schläft: Nicht vor Mitternacht.
Also habe ich mich jetzt etliche Nächte gequält, trotz grippalem Infekt, diese Sendetermine von 3sat nicht zu verpassen. Habe es nicht geschafft. Und werde mir jetzt die DVD kaufen.
Ich muß, möchte, will diese Arbeit haben. Und in einer Folge sehen können.
Und Sie sollten sich unbedingt Ulrike Ottingers Webseite ansehen!
Sie beschreibt dort auch
die Entstehung des Films. Unbedingt lesenswert.
Mein Kompliment dieser Filmemacherin!
Und hier einige Links:
Ulrike Ottingers WebseiteDer Film bei 3satVerleih:
Freunde der deutschen KinemathekVerkauf: Erhältlich auf DVD und VHS bei
Ulrike Ottinger FilmproduktionFichtestraße 34
D-10967 Berlin
fon +49-30-692 93 94
fax +49-30-691 33 30
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06.10.2007 Kategorie: Osteuropa
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14.01.2007 ::
Arthur Klinau: Minsk Sonnenstadt der Träume
Artur Klinau ist ein interessanter Schriftsteller und Künstler und die kurze Information im Klappentext reicht hinten und vorne nicht:
Artur Klinau, 1965 geboren, Architekt, Künstler und Publizist, Herausgeber des einzigen Magazins für zeitgenössische Kunst in Weißrußland 'pARTisan'. Lebt in Minsk
Das Buch ist hochinteressant und er stellt dem Leser auch ein Riesenrad vor.
Und weil ich Riesenräder liebe, habe ich gleich eine
kleine Arbeit draus gemacht.
Um den Künstler kennenzulernen, hier ein paar Links:
In der Dämmerzone
Igor Savchenko und Artur Klinau, Fotografie aus Weißrussland
Mired in Belarus - A Crow Sleeping on a Fence Defecates onto People’s Hats
The Artists of the Bog Empir..mehr..
14.01.2007 Kategorie: Osteuropa
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19.08.2006 ::
Roman Vishniac, 19. August 1897 - 22. Januar 1990
Roman Vishniac hat heute Geburtstag.
Er hat das Leben der osteuropäischen Juden am Vorabend ihrer Ausrottung dokumentiert.
Er hat ihnen ein Gesicht gegeben, das unauslöschlich ist.
Ich habe seine Bilder zum ersten Mal als junges Mädchen gesehen, in einer Fernsehsendung, und ich war elektrisiert. Inzwischen besitze ich alle seine Bücher, die Gesichter der von ihm Porträtierten begleiten mich durch das Leben. Er könnte
Bruno Schulz getroffen, aufgenommen haben.
Die
Wikipedia weiss natürlich auch etwas über ihn.
19.08.2006 Kategorie: Osteuropa
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28.01.2006 ::
Ein Held seiner Zeit
Ein Held seiner Zeit
Die Bekenntnisse des Kornel Esti
von Dezsö Kosztolanyi
tja, zu diesem Buch hat mich meine Buchhändlerin überredet. Und ich habe es dann auch gelesen. Sehr leicht erzählte Texte, Geschichten wie ein Hauch, aber dann bleiben doch einige Situationen und Bilder im Gedächtnis.
Kosztolanyi gilt als großer ungarischer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, bei uns ist er nicht sehr bekannt, ob dieses Buch das ändern kann? Dazu bräuchte es feinsinnige, geduldige Leser, die Nuancen wahrnehmen und unterscheiden können.
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28.01.2006 Kategorie: Osteuropa
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22.07.2003 ::
Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet
ein unglaubliches Buch, das allerdings den Lesebeginn sehr erschwert. Der schnoddrige Ton des jungen Protagonisten schreckt doch sehr ab.
wer durchhält, wird belohnt. Eine ungeheuer dichtgewebte Erzählung, durchwoben von verschiedenensten Geschichten aus unterschiedlichen schweren Zeiten, fasziniert. Auch wenn das Zuordnen der Ebenen oft schwerfällt; aber sich auf das Buch einlassen und lesen, einfach lesen...
wirklich ein erstaunlicher junger Mann, dieser J.S.F.
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22.07.2003 Kategorie: Osteuropa
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Weißrussisch oder Weißruthenisch?
Mein Beitrag zu Vasil Bykau's Tod hat mir einen interessanten Brief eingebracht:
Rydel aus Minsk schickte mir einen Hinweis auf den falschen Sprachgebrauch, es gäbe kein Weißrußland. Und es ist wirklich so, das Land heißt Belarus, aber das Adjektiv belarussich klingt ungewohnt und weißruthenisch ist auch sehr fremd.
Was tun? Linguistisch-historische Genauigkeit oder Sprachgewohnheit? Ich bin sehr unsicher darüber.
22.07.2003 Kategorie: Osteuropa
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06.07.2003 ::
Vasil Bykau starb

Der große weißruthenische Schriftsteller
Vasil Bikau starb kurz nach seinem 79. Geburtstag in Minsk.
Die Bevölkerung bereitete ihm ein Staatsbegräbnis, die Offiziellen mieden ihn.
Mit ihm verstummte eine Stimme für die Freiheit und die Individualität des Menschen.
ich bin froh, daß ich ihn kennenlernte konnte.
Informationen über Vasil Bikau habe ich
hier zusammengetragen.
06.07.2003 Kategorie: Osteuropa
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04.04.2001 ::
Osteuropa
Nun war ich ja sehr oft in Russland und auch wenn dieses riesige Land sich bis in den Fernen Osten erstreckt, besitzt es doch einen sogenannten
europäischen Teil. Die Grenze zwischen Europa und Asien verläuft entlang des Ural. Dies ist eine willkürliche Grenzziehung, entstanden aus historischen Gegebenheiten, und doch macht sie uns augenfällig, daß dort
Osteuropa zu Ende geht.
Während meiner Reise in die Ukraine im vergangenen Winter erlebte ich in Lviv / Lemberg den Kontrast zwischen der zentraleuropäischen Vergangenheit, geprägt durch die österreichisch-ungarische Herrschaft, und der Gegenwart, die immer noch durch die Katastrophen des 2. Weltkrieges mit allen Folgen des Holocaust, der Bevölkerungsverschiebungen und Vertreibungen und die Katastrophe der Sowjet-Zeit geprägt ist.
Immer wieder jedoch scheint heute die Idee Zentraleuropas durch, der Dialog mit Polen, die Annäherung und die Furcht vor der Ausgrenzung aus Europa durch die Europäische Union. In Lviv erscheint eine hochinteressante Zeitschrift,
Ï, die in ukrainischer, deutscher und deutscher Sprache herausgegeben wird. Die interessanten Themen dort machten wir deutlich, daß sich Europa in der Zeit seit 1989 grundlegender gewandelt hat, als wir es wahrnehmen (wollen).
Im zweiseitigen Denken der letzten 50 Jahre (hier Westeuropa und die Freiheit - dort Osteuropa und die Unfreiheit) wurde Zentraleuropa nicht wahrgenommen. Und meine geschichtliche und politische Sozialisation hat mein Weltbild und meine Vorstellungen geprägt, die nun langsam ins Wanken geraten, je mehr Zental- oder Mitteleuropa "zur Sprache kommt".

Ich bin fasziniert und neugierig, freue mich über die Diskurse in der deutsch-polnischen Zeitschrift
TransOdra geführt werden und empfinde fast schmerzhaft daß hier die Themen sind, die unsere Gegenwart bestimmen.

Schmerzhaft empfinde ich, daß ich viele der Beiträge nicht verstehen kann, da ich kein Polnisch und Ukrainisch oder zu wenig Russisch verstehe, und deshalb beispielsweise die interessanten Veröffentlichungen aus dem
Czarne Verlag von
Andrej Stasiuk, der nicht nur ein wunderbarer Erzähler, sondern auch ein ambitionierter Verleger ist, nicht lesen kann.
Ich sehe einen Prozess der Integration in einer dis-integrierten Zeit und das beschäftigt mich. Dieses Thema wird mich nicht loslassen, es drängt sich mir auf und läßt sich nicht beiseite drängen. Ich hoffe, ich finde die Zeit, mich ihm intensiver zu widmen.
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04.04.2001 Kategorie: Osteuropa
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