09.03.2008 ::
Buchbestattung.de
Aus einer Eingebung wurde ein Domain-Name:
www.buchbestattung.de
Dort werde ich (vielleicht mit weiteren Co-Autoren) einfach schlechte Bücher, Bücher die ärgern oder Zeit fressen, vorstellen. Ist also ein Pendant zur Rubrik "Abzuraten" hier im Lesebuch.

Mal sehen, was draus wird. Soll jedenfalls nicht zu ernst gemeint sein.
09.03.2008 Kategorie: abzuraten
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02.03.2008 ::
Ein Mißgriff
ich sollte eben nicht den Versuch unternehmen, durch einen Schnellkauf die Leselust zu befriedigen, in einer Bahnhofsbuchhandlung anregenden Lesestoff für die kommenden 6 Stunden im ICE zu finden...
Der Autor Hanns Josef Ortheil war mir irgendwie angenehm präsent und so griff ich zu.
Hätte ich nicht tun können.
Man kann mit diesem Buch Zeit verbringen, aber man wird hinterher nur ein schales Gefühl haben, es bleibt nichts hängen.
Leere lange Sätze in einem konstruierten Erzählfluß ...
und ich habe wieder ein Problem: ich kann keine Bücher wegwerfen. Bücher, welche mir nicht gefallen, verschenke ich meistens. Aber dieses kann ich nicht verschenken, wer würde das mögen?
..mehr..
02.03.2008 Kategorie: abzuraten
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02.04.2007 ::
tief enttäuscht
bin ich von diesem (Mach-)Werk "Stille in Montparnasse".
Ich traue eigentlich den Rezensionen der Neuen Zürcher Zeitung, nicht nur weil mein liebster Dichter dort auch regelmäßig rezensiert; deshalb hat mich diese Besprechung neugierig gemacht:
Thomas Laux zeigt sich von der blanken Wut, die aus fast jeder Zeile dieses als "Romanbericht" bezeichneten Buches spricht, sichtlich beeindruckt, und er spricht den Tiraden des Ich-Erzählers bei seinen Streifzügen durch Paris über die zeitgenössische Musikbeschallung, über Stadtlärm allgemein und über sein Hassobjekt Nr. 1, die "Diskothekenmusik", einen "Furor" Bernhardtschen Ausmaßes zu. Bei aller Erregtheit aber, die das Buch übermittle, müsse man ihm auch Klugheit und tiefe Einsichten bescheinigen, lobt der Rezensent, der sich von kulturpessimistischen Auslassungen offensichtlich nicht abschrecken lässt.
Und es ist wirklich kein bernhardscher Furor, keine Tirade, wie
Thomas Laux meint konstatieren zu müssen,
nein, es sind langweilige Absonderungen eines eingebildeten eitlen Fatzken, der in Worthhülsen redet, sich endlos wiederholt und feiert und eines auf jeden Fall erreicht: gnadenlose Abneigung und Verärgerung
02.04.2007 Kategorie: abzuraten
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02.02.2007 ::
Die FAZ kritisiert in Grund und Boden und kündigt Schlimmes an
Schlichter, unbekümmerter, mit derart nachlässig aufgesetzter Einfachheit ist wohl noch keines der Bücher Peter Handkes dahergekommen. Mit dieser trüben Erlösungsphantasie gerät Handke allmählich in die betrübliche Nachbarschaft eines Robert Schneider und dessen Schmonzette „Die Luftgängerin“. Aber es könnte noch schlimmer kommen. Denn wenn nicht alles täuscht, hat Peter Handke mit diesem Buch eine Figur entworfen, der wir noch öfter begegnen werden.
so
Hubert Spiegel im Feuilleton der FAZ
02.02.2007 Kategorie: abzuraten
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23.09.2006 ::
Achtung! Schnitzel milanese!
Achten Sie deshalb darauf, wie Ihnen Bücher angepriesen werden. Manchmal ist die Wirkung ganz anders, als es aussieht. Wenn Elke Heidenreich großgedruckt sagt: „ein rundherum gut erzähltes, spannend erzähltes, einfühlsames, perfektes Buch“ – dann ist höchste Vorsicht geboten. Es ist nicht garantiert, dass man nicht doch Gammelfleisch aus der Tiefkühltruhe kriegt. Und wenn in riesigen Lettern, kolossal skandiert, einfach nur dasteht: „Ein ganz, ganz großes Buch“ – denken Sie an Spaghetti Neapel.
Helmut Böttiger sieht sich um auf dem großen Markt und ebenfalls Achtung, weil diese Webseite dazu neigt, Lärm von sich zu geben, den Leser mit Krach zu bombardieren
dieser Eintrag gehört also auch zu
www.einschaltverweigerung.de
23.09.2006 Kategorie: abzuraten
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23.12.2004 ::
Brauchen wir das?
haben die nichts gelernt? Muss Amazon das wirklich anbieten?
23.12.2004 Kategorie: abzuraten
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10.10.2004 ::
Mit Unterstrich verärgert
Schöngeist nennt sich ein neues Magazin, das gerade auf Perlentaucher beworben wird,

und das interessierte mich, fühlte mich dann aber doch zu folgendem Brief an die Herausgeber getrieben:
Guten Tag!
Ich war recht interessiert an Ihrem Heft, vermutete etwas Besonderes, bin aber doch etwas angegrätzt durch Ihre affigen Unterstriche auf Ihrer Webseite, die das Lesen unnötig erschweren
hach, was sind wir so besonders, was fällt uns da was Tolles ein
ich dachte eigentlich, Satzzeichen seien zur Steigerung der Lesbarkeit und des Verständnisses dar und nicht zur Ego-Verschärfung
haben Schöngeister so etwas nötig?
Ich denke mal nicht
überzeugen Sie mich vom Gegenteil
10.10.2004 Kategorie: abzuraten
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06.05.2004 ::
Durch Lesen zum Deppen
so geht das:
www.buecher.de empfiehlt mir, mich bei
www.webmiles.de anzumelden, um bei jedem Online-Kauf
WebMiles zu sammeln.
da stellen sich die Fragen:
- was haben Einkaufspunkte mit Meilen zu tun? Wohl nur das abgekupferte Miles&More...
- was bekomme ich für die durch den Buchkauf ergatterten Punkte? im
Prämienshop sehe ich dann eine Riesenauswahl. Die Rubrik
Hören und Lesen erst an 11. Stelle der Rubrikenliste.
- Bezeichnend:
Hören vor
Lesen
und so ist es dann auch, denn was gibt es im Tausch für meine, durch
den Einkauf ergatterten Punkte?
Bildbände, CD-Klassiker und Hörbücher.
Ich darf also sehen (Dali, Leni Riefenstahl und Ami-Werbung), Musik hören (Engelsstimmen, die Welt der Oper etc.) oder mir was vorlesen lassen (Mark Twain, Janosch, Harry Potter)
Leute, das isses ja wohl nicht... wieviel Geld muss ich ausgeben, um mich zum literarischen Deppen zu machen? Nur die Primär-Sinne einzusetzen, aber nichts mehr selbst aneignen??? Nein, solche Belohnungen möchte ich eigentlich nicht...
06.05.2004 Kategorie: abzuraten
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05.10.2003 ::
Gier und Stolz
spiegelten sich in dem Gesicht des knapp Vierzehnjährigen wider, der alles von meinem Taschengeld vier Bände Bohlen II erstanden hatte, denn auf ebay gibts da 200 Euro für schon
Die Maschine Bohlen funktioniert. Respekt und Würde und Privatleben gelten nichts. Sind nur Motoren der Aufmerksamkeitsbeschleunigung.
Und Bücher sind für diese Analphabeten nur ebay-Kapital.
So weit ist es gekommen.
05.10.2003 Kategorie: abzuraten
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19.08.2003 ::
Ist es dumm, dreist oder armselig????

ich bin wirklich sehr angewidert und verunsichert über ein Machwerk, über das ich bei
Perlentaucher las
ein angeblicher
Robert Musil schreibt ein Plagiat des
Mannes ohne Eigenschaften und schreibt sogar die Kapitelüberschriften wortwörtlich ab. Er stiehlt den Plot, die Personen, die Inhalte.
Ist denn so etwas möglich?
Worauf spekulieren Verlag und Autor?
Nein, diese Chuzpe, die Dreistigkeit regt mich doch auf.
Deshalb, wenn auch nur symbolisch, die chinesische Ohrenfolter für den angeblichen Herrn Musil.
wie kann man nur behaupten, man hieße wirklich wie der viel zu wenig gelesene Dichter und sich dann auch noch anmaßen, das Werk zu imitieren, verhunzen, umschreiben?
WAS SOLL DAS????
19.08.2003 Kategorie: abzuraten
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