25.01.2010 ::
Das Lesebuch ist aktualisiert, upgedatet, relauncht...
wie immer auch der Worte sind, Nucleus hat als Blog-Software hier ausgedient.
Sie finden das
Avantart Lesebuch nunmehr neu gestaltet vor, die Inhalte aus 12 Jahren Lese-Lebenszeit habe ich aber übernommern.
Und wollen Sie mal so richtig Böses über Bücher lesen, dann finden Sie auf meiner bösen Seite
Buchbestattung.de sicher auch Anregendes!
25.01.2010 Kategorie: Grundsätzliches
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03.09.2008 ::
Die Flüsterer

Das Werk "Die Flüsterer. Leben in Stalins Russland" (Berlin Verlag) von
Orlando Figes ist zum
Buch des Monats September 2008 gewählt worden.
Zum Lesen dieses Buches brauche ich jedenfalls mehr Zeit als einen Monat. Und nicht nur wegen des immensen Umfangs. Sondern wegen der seelischen Erschöpfung...
das Leben der Menschen in der Stalinzeit war so unvorstellbar gesteuert, überwacht, eingeschränkt, der Willkür ausgeliefert, daß wir westliche Leser es uns fast nicht vorstellen können.
Ein Ehepaar lebt 50 Jahre miteinander und nicht einmal kommt die Sprache auf die Tatsache, daß beide in der Verbannung groß geworden sind; sie sprechen darüber auch Jahrzehnte später nicht, so sitzt die Angst im Leben.
Es ist wichtig, daß es dieses Buch gibt.
Es ist wichtig, daß dieses Buch gelesen wird...mehr..
03.09.2008 Kategorie: Grundsätzliches
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20.08.2008 ::
Noch etwas aus dem Tagesspiegel
auf der gleichen Seite wie das Interview mit Ray Bradbury (siehe vorheriger Eintrag) findet sich eine Online-Abstimmung, deren Ergebnis mir gut tat:
Eben!
20.08.2008 Kategorie: Grundsätzliches
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02.06.2007 ::
Herbert Müller-Guttenbrunn
werden Sie im Netz wohl nicht finden. Wohl aber Adam Müller-Guttenbrunn.
Seinen Vater.
Mir ist der Name bekannt aus einem Mittelseminar zu Nestroy und Raimund in den Siebzigern.
Dieser A.M.-G. war ein Banater Jude, national, Theaterdirektor, Schriftsteller, und ist erstaunlicherweise immer noch präsent. Völkisches Schriftgut hindert wohl nicht an der Namensgebung für unzählige Schulen und Caritas-Heime in Deutschland.
Zurück zu Herbert Müller-Guttenbrunn.
Er, konträr zum Geistesbild seines Vaters, gab das
Nebelhorn heraus, das er Karl Kraus widmete. Keines seiner Werke ist erreichbar.
Aber dafür das
Alphabet des anarchistischen Amateurs, eine Auflistung von Sottisen und Aphorismen.
Kühl, erfrischend, treffend. Und auch befremdend. Und ungeheuer zeitgenössisch, auch wenn er 1945 "irrtümlich erschossen" wurde, wie es im kurzen Lebenslauf auf dem Umschlag heißt. (Dazu kommen wir später)
Ein Anarchist war er. Und hellsichtig.
Die Zahl der Vorurteile ist Legion. Das heute am meisten verbreitete Vorurteil ist der Glaube, daß Fortschritt und Technik allein seligmachend seien...mehr..
02.06.2007 Kategorie: Grundsätzliches
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Wider das Verschwinden der Literatur
der von mir hochgeschätzte
Andrej Bitov, gerade 70 geworden, schreibt in der
Neuen Zürcher Zeitung:
Es gibt keine Kriterien. Wenn Bunin, Pasternak, Scholochow, Solschenizyn und Brodsky grosse Literatur sind, dann weiss ich nicht, was das ist. Vielleicht bewahrt sie die Sprache, vielleicht die Seele . . . Sie weiss selbst nicht, wer sie ist, wie ein lebendiger Mensch.
Und das ist ihre unvergängliche und grandiose Rolle.
Wir verlieren die beste Form des Austauschs, wenn wir sie zu lesen verlernen. Für eine Menschheit, die in die Verwahrlosung der Vereinzelung driftet und dermassen nach Vergnügungen strebt, ist das reichlich merkwürdig und unökonomisch.
Lesen Sie selbst! Es ist wichtig!
02.06.2007 Kategorie: Grundsätzliches
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