Mai 112005
 

in meiner knappen Zeit habe ich mehr mit Fotographie beschäftigt, ein Buch von Juri Andruchowytsch nicht zu Ende gelesen, der 12. Kreis hat mich nicht gefesselt.

Aber schauen Sie sich bitte dies an: Elementpoesie


Gherasim Luca

Gherasim Luca


Dieser großartige Dichter Ghérasim Luca wird jetzt endlich wahrgenommen.

Viel zu spät, aber nicht zu spät

und noch eine Arbeit,inspiriert von Gherasim Luca:

Droit de Regard sur les Idées


Parvenir

Parvenir


Körperecho

Körperecho


Gherasim Luca:Das Körperecho / Lapsus linguae. Gedichte – Franzsösisch und Deutsch
Gebundene Ausgabe: 552 Seiten
Verlag: Engeler; Auflage: 1 (August 2004)
Sprache: Französisch, Deutsch
ISBN-10: 3905591782
ISBN-13: 978-3905591781

Perlentaucher: Rezensionen
und eine Besprechung in der
Allgemeinen Zeitung vom 01.03.2005

Schon die Buchgestaltung ist eine Sensation, jubelt Felix Philipp Ingold, eine Art „Kippobjekt“, das man drehen und wenden kann und das zwei gegenläufige Textkörper mit jeweils eigener Titelei zum Verschmelzen bringt: „hocherotisch“, schwärmt er weiter. Auf siebenhundert Seiten sind hier die französische und die deutsche Ausgabe der Gedichte von Gherasim Luca vereint, eines in Paris beheimateten rumänischen Künstlers und Dichters, der den späten Surrealisten nahe stand, wie Ingold zusammenfasst. Luca starb 1994 und ist erst in den letzten Jahren zu ein bisschen Ruhm gekommen. Der Rezensent charakterisiert Luca als „Wortarbeiter“, der überwiegend von der Klang- und Schriftgestalt des Wortes ausging und dessen kommunikativen Fähigkeiten eher misstraute. Seine bevorzugten Verfahrensweisen waren darum Gleichklänge, Permutationen, Variationen, Anagramme, die Bildung von Koffer-Wörtern, in denen die Entfaltung der darin enthaltenen Begriffe lautlich vorangetrieben werden konnte, schreibt Ingold kundig. Für Übersetzer sei so ein Schreibverfahren, in dem mehrheitlich die Klanggestalt den Sieg über den Bedeutungsgehalt davon trage, höchst anspruchsvoll. Der Verlag hat darum gleich drei ausgesprochen fähige Übersetzer daran gesetzt, die auch schon mal drei sehr unterschiedliche Varianten einer Übersetzung ablieferten: alle drei seien „gleichermaßen richtig“, stellt Ingold etwas nüchtern fest.