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	<title>Avantart Lese-Buch &#187; Lebens-Daten, Jubiläen, Ehrungen</title>
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	<description>&#34;Es ist ein Zeichen geistiger Freiheit, einen Bestseller nicht gelesen zu haben.&#34;</description>
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		<title>Intertextuelles Schreiben: Ein Klassiker als Plagiator</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Nov 2010 09:27:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Felix Philipp Ingold]]></category>
		<category><![CDATA[Lebens-Daten, Jubiläen, Ehrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Russische Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Leo Tolstoi]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter den zahlreichen Artikeln zu Tolstois Hundertstem ragt ein Essay von Felix Philipp Ingold heraus, der, beim Perlentaucher veröffentlicht, nicht die großen Werke wiederkäut und einordnet, sondern eine Verbindung zwischen Tolstois Schreibtechnik  seiner letzten Jahre und heute gängiger Schreibpraxis sieht: Das Einzugsgebiet von Lew Tolstojs Aneignungsinteresse reicht &#8211; quer durch alle Epochen und Kulturen &#8211; <a href='http://www.avantart.com/lesebuch/2010/11/intertextuelles-schreiben/'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter den zahlreichen Artikeln zu Tolstois Hundertstem ragt ein Essay von <strong>Felix Philipp Ingold</strong> heraus, der, beim <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6599.html" target="_blank">Perlentaucher </a>veröffentlicht, nicht die <em>großen </em>Werke wiederkäut und einordnet, sondern eine Verbindung zwischen Tolstois Schreibtechnik  seiner letzten Jahre und heute gängiger Schreibpraxis sieht:</p>
<blockquote><p>Das Einzugsgebiet von Lew Tolstojs Aneignungsinteresse reicht &#8211; quer  durch alle Epochen und Kulturen &#8211; vom Talmud und den Vorsokratikern über  arabische Sprichwörter und indische Weisheiten bis in die europäische  Moderne: Anton Tschechow und William Butler Yeats stehen als  Zeitgenossen am Ende einer langen Reihe von Beiträgern, zu denen u.a.  Luther, Emerson, Thoreau, Seneca, Konfizius, Amiel, Gogol, Epiktet,  Saadi, Pascal gehören. Fremdes Gedankengut amalgamiert Tolstoj  bedenkenlos mit eigenen Ideen und Meinungen, <strong>Fremdzitat und Selbstaussage </strong>werden  bis zur Ununterscheidbarkeit verschliffen, das Arrangement  vorgefundener Texte wird aufgewertet zu einer auktorialen Geste, die nun  also nicht mehr auf Diskursbegründung, vielmehr auf  Diskursverschmelzung angelegt ist. Damit führt Lew Tolstoj ein <strong>intertextuelles Schreibverfahren</strong> vor, das erst viel später zur gängigen literarischen Praxis werden  sollte und das heute wieder &#8211; angesichts von Plagiaten und Imitaten  aller Art &#8211; weithin zu reden gibt.</p></blockquote>
<p>Der Autor verschwindet in diesen Texten hinter den durchmischten und dadurch fast autorlos gewordenen Zitaten und Extrakten anderer, nur die Auswahl der Texte und deren Verflechtung vermag noch als &#8220;Handschrift des Autors&#8221; durchzugehen.</p>
<blockquote><p>Unter denen, welche dafür die entsprechende autorlose Rhetorik  eingespurt haben, gehörte &#8211; noch vor James Joyce, T. S. Eliot und dem  französischen Meisterplagiator <strong>Louis-Rene des Forêts</strong> &#8211; der alte  Lew Tolstoj mit seinen &#8220;Lesebüchern&#8221;, deren einstige Botschaft  weitgehend obsolet geworden ist, die aber in ihrer Machart vorbildlich  sein können für die als &#8220;Rewriting&#8221; oder &#8220;Überschreibung&#8221; praktizierte  Verarbeitung fremder Texte, wie sie heute gang und gäbe ist.</p></blockquote>
<p>Quelle: Perlentaucher, 21.11.2010, http://www.perlentaucher.de/artikel/6599.html</p>
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		<title>Alle glücklichen Familien gleichen einander,</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Nov 2010 11:54:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ganz private Lese-Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Lebens-Daten, Jubiläen, Ehrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Russische Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Leo Tolstoi]]></category>

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		<description><![CDATA[jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich. Все счастливые семьи похожи друг на друга, каждая несчастливая семья несчастлива по-своему. So begann Leo Tolstoi seinen Roman Anna Karenina. Und dieser Satz prägte sich mir ein. Derart, daß ich in meiner ersten Photo-Ausstellung Der Zweite Blick 2000 in St. Petersburg diesen Satz mit dem nachstehenden <a href='http://www.avantart.com/lesebuch/2010/11/alle-glucklichen-familien-gleichen-einander/'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.<br />
Все счастливые семьи похожи друг на друга,  каждая  несчастливая  семья несчастлива по-своему. </em></p>
<p>So begann <strong>Leo Tolsto</strong>i seinen Roman <em>Anna Karenina. </em>Und dieser Satz prägte sich mir ein. Derart, daß ich in meiner ersten Photo-Ausstellung <em>Der Zweite Blick </em>2000 in St. Petersburg diesen Satz mit dem nachstehenden Bild verquickte.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-2101" title="Alle glücklichen Familien" src="http://www.avantart.com/lesebuch/wp-content/uploads/2010/11/alleglücklichenfamilien.jpg" alt="Alle glücklichen Familien" width="354" height="454" align="center" /></p>
<p>Dieser Satz ist Teil meines Gedanken-Fundus. Immer wieder blitzt er auf.<br />
Und viele Erinnerungen knüpfen sich an diesen Satz.</p>
<p>So hörte ich einmal bei einer Busfahrt, wie ein wohl 13jähriges Mädchen ihren Freundinnen verwundert diesen Satz vorlas. Sie hatte ihn in einem Kalender gefunden.  Wohl keine hatte den Sinn sogleich verstanden, nicht erfaßt, warum eine solche Aussage in einem Kalender stünde. Ich mischte mich ein und erzählte ihnen, daß dies der Beginn eines ganz großartigen Romans sei, von einem russischen Schriftsteller, und daß sie es unbedingt lesen müssten, dieses Buch sei für jede junge Frau wichtig.</p>
<p>In dem leise-melancholischem Film &#8220;Die Eleganz der Madame Michel&#8221; kommen sich die Concierge und der neue, begüterte Wohnungseigentümer, ein Japaner aus einer ganz fremden Kultur, einander näher, da die Concierge diesen Satz brummelnd von sich gibt. Dadurch ändert sich ihr und sein Leben.</p>
<p>Es gibt viele solcher Begegnungen mit diesem Satz, gehört er doch zu den meistzitierten (schauen Sie nur mal bei Google nach).</p>
<p>Ich erinnere mich, daß ich bei der Lektüre des Romans nie richtig sicher war, ob Wronski Anna wirklich liebe. Diese Frage trieb mich so um, daß ich mehrere Freundinnen fragte:</p>
<p><em>то, что ты подразумеваешь, действительно любит Вронский Анну?<br />
Was meinst du, liebt Wronski Anna wirklich? </em></p>
<p>Auch dieser Satz wurde zu einem geflügelten Wort, wenn auch nur in meinem Bekanntenkreis.</p>
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		<title>Herzlichen Glückwunsch,</title>
		<link>http://www.avantart.com/lesebuch/2010/06/herzlichen-gluckwunsch/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 15:26:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lebens-Daten, Jubiläen, Ehrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Marcel Reich-Ranicki]]></category>

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		<description><![CDATA[Marcel Reich-Ranicki! Sie haben es geschafft, unruhig und lebhaft und ideenreich 90 Jahre alt zu werden! Ich habe sehr viel von Ihnen gelernt, Sie haben mir viele Bücher ans Herz gelegt, ich habe durch Sie Respekt vor der Literatur bekommen. Respekt habe ich ganz besonders vor Ihnen! Möge Ihre Streitbarkeit uns noch lange erhalten bleiben! <a href='http://www.avantart.com/lesebuch/2010/06/herzlichen-gluckwunsch/'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Marcel Reich-Ranicki! </strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2018" title="Marcel Reich-Ranicki" src="http://www.avantart.com/lesebuch/wp-content/uploads/2010/06/335px-MRR.jpg" alt="Marcel Reich-Ranicki" width="335" height="598" /></p>
<p>Sie haben es geschafft, unruhig und lebhaft und ideenreich 90 Jahre alt zu werden!</p>
<p>Ich habe sehr viel von Ihnen gelernt, Sie haben mir viele Bücher ans Herz gelegt, ich habe durch Sie Respekt vor der Literatur bekommen. Respekt habe ich ganz besonders vor Ihnen!</p>
<p>Möge Ihre Streitbarkeit uns noch lange erhalten bleiben!</p>
<p>Foto: <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:MRR.jpg&amp;filetimestamp=20070626190118">(c) wikicommons</a></p>
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		<title>Mikhail Bulgakov: 70. Todestag</title>
		<link>http://www.avantart.com/lesebuch/2010/03/mikhail-bulgakov-70-todestag/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 12:38:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lebens-Daten, Jubiläen, Ehrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Russische Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Weltliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Mikhail Bulgakow]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen besseren Nachruf als den von Christiane Pöhlmann kann es gar nicht geben:  Mir nach, Leser! auf glanzundelend.de]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_808" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-808" title="Mikhail Bulgakov" src="http://www.avantart.com/lesebuch/wp-content/uploads/2004/05/20040528-bulgakow.jpg" alt="" width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Mikhail Bulgakov</p></div>
<p>Einen besseren Nachruf als den von <span style="color: #333333;"><strong>Christiane Pöhlmann</strong> kann es gar nicht geben: <a title="Mikhail Bulgakov" href="http://www.glanzundelend.de/Artikel/bulgakow.htm" target="_blank"> Mir nach, Leser! </a>auf <em>glanzundelend.de</em><br />
</span></p>
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		<title>Ein grosses Datum naht&#8230;</title>
		<link>http://www.avantart.com/lesebuch/2010/01/ein-grosses-datum-naht/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 13:39:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
				<category><![CDATA[das Cechov-Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[Lebens-Daten, Jubiläen, Ehrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Anton Cechov]]></category>

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		<description><![CDATA[und die Artikel über Anton Cechov mehren sich in den Feuilletons und den Blogs. Ein hundertfünfzigster Geburtstag ist ein wichtiges Datum. Wird es gefeiert, zeigt die Feier an, daß der zu Ehrende nicht vergessen ist. Wie kann es denn bei Anton Cechov auch anders sein? Er ist und bleibt der menschlichste und feinste aller Schriftsteller <a href='http://www.avantart.com/lesebuch/2010/01/ein-grosses-datum-naht/'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1137" class="wp-caption alignright" style="width: 108px"><img class="size-full wp-image-1137 " title="Anton Chechov" src="http://www.avantart.com/lesebuch/wp-content/uploads/2004/03/20040325-chechov.jpg" alt="" width="98" height="132" /><p class="wp-caption-text">Anton Chechov</p></div>
<p>und die Artikel über <strong>Anton Cechov</strong> mehren sich in den Feuilletons und den Blogs.</p>
<p>Ein hundertfünfzigster Geburtstag ist ein wichtiges Datum. Wird es gefeiert, zeigt die Feier an, daß der zu Ehrende nicht vergessen ist.</p>
<p>Wie kann es denn bei Anton Cechov auch anders sein?<br />
Er ist und bleibt der menschlichste und feinste aller Schriftsteller des 19. und beginnenden 20.  Jahrhunderts.</p>
<p>Wie in diesem Lesebuch unschwer zu finden ist, genießt er meine ganz besondere Wertschätzung, habe ich doch  ein ganzes Jahr seiner Lektüre gewidmet, und ich denke, bis auf die <em>Reise auf die Insel Sakhalin </em>habe ich auch alle seine Werke ausgelesen. Zu meinem Gewinn. Nun sind wir Deutschsprachigen in der glücklichen Lage, daß, nicht zuletzt dank <strong>Peter Urban, </strong>die meisten Übersetzungen seiner Werke vorzufinden.<br />
Deshalb brauchte ich ja auch ein ganzes Jahr für die Lektüre.</p>
<p>Nun also sein Hundertfünzigster am 29. Januar.  Wieviel hätte er noch schreiben können, wäre er nicht so jung gestorben, kaum über 40.</p>
<p>Jeder Versuch, ihn zu würdigen,ist nichts gegen den großartigen Beitrag im ZVA &#8211; Blog:</p>
<p><a href="http://blog.zvab.com/2010/01/27/anton-pawlowitsch-tschechow-versuch-eines-portraets/">Anton Pawlowitsch Tschechow / Versuch eines Porträts </a>von Hanns-Martin Wietek.</p>
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