Sep 122012
 

am 12. Juli 2012 war der 120.te Geburtstag von Bruno Schulz zu feiern. Und er wird inzwischen auch gefeiert, jedenfalls wahrgenommen. So findet gerade in Drohobycz, seiner Geburts- und Todesstadt, das Schulzfest statt, ein Festival zu seinen Ehren. Es endet heute am 12.09.

Das Festival trägt den Titel: „The Ark of Bruno Schulz’s Imagination“ und findet zum 5. Male als „Internationales Bruno Schulz Festival“ statt. Ich muß aufmerksamer sein, ich wußte bisher nichts von dieser Veranstaltung.

Informationen über das Festival und zum Verlauf des Festivals gibt es im Festivalblog.

Im WDR berichtete Martin Sander über dieses Festival. Sie können den Bericht auf der WDR-Seite nachhören. Martin Sander schrieb auch den Aufsatz „Ein Ukrainier ist nicht immer ein Ukrainer“, auf den ich schon auf dieser Seite hingewiesen habe.

Leider habe ich auch versäumt, die Installation „Die Bilderkammer des Bruno Schulz„, die bis zum 9. September in Hamburg gezeigt wurde, zu besuchen. Benjamin Geissler, der zusammen mit seinem Vater die Wandbilder Schulzens aufgespürt hatte, zeigte in der Sammlung Falckenberg eine Videoinstallation zu diesem Thema. (Ein Besuch dieser Installation wäre für mich sicherlich lohnender gewesen als die langweilige Documenta, auf der ich 3 Tage lang die Kunst suchte und nur Projektwochen-Ergebnisse zu sehen bekam.)

Ich werde versuchen, mir wenigstens den Katalog dieser Ausstellung zu besorgen. Informationen über die leider nun beendete Ausstellung findet man auf der Seite der Deichtorhallen Hamburg. Dort steht auch ein Artikel  des Sammlers Harald Falckenbergs zum Download.

Aug 222006
 

Juri Andruchowytschläßt einen totgeglaubten Character wieder-auferstehen und das wird ausführlich beschrieben in Transition Online

Tansition Online

Tansition Online

LVIV, Ukraine | Stas Perfetsky has come a long way since he took off from Lviv back in the heady days of the early 1990s on a wild ride across Europe, only to end up in the cold depths of a canal. To his admirers Stas‘ adventures embodied the precarious condition of the Ukrainian artist in those years, and they never gave up hope for him even though he seemed to have vanished. Now it looks as though Stas may be coming home.

Theater audiences in three countries heard the news this spring and summer from Stas‘ creator, Yuri Andrukhovych, who took the stage after performances of his new play to recite some lines from his poem about the play’s hero, titled „Stas Perfetsky Is Coming Back to Ukraine.“ Although the poem is quite new, written after the Orange Revolution, Andrukhovych is the last man in Ukraine who could be charged with political conformism. He simply had no choice: something very important had happened in Ukraine, and his hero, or alter ego, after a decade and more on the European road, simply had to react to the good news.

der komplette Artikel ist hier online zu lesen: Euro-Moonshine

Das Leben mischt sich ein in die Arbeit des Autoren…

Aug 212006
 

jetzt finde ich in der hochgeschätzten TOL, also Transition OnLine, einen Artikel über Herrn Andruchowytsch:

Euro-Moonshine mit dem Untertitel A cult Ukrainian writer hints that far from being dead in Venice, his most famous character is needed at home.

Leider ist dieser Artikel nicht mehr kostenfrei zugänglich, im Archiv von TOL jedoch einzusehen gegen einen Obolus.
Aug 212006
 

Und dann finde ich noch schnell diese Info, Juri Andruchowytsch kommt Ende September für eine Woche mit seinem Zug 76 nach Deutschland.

Es gibt natürlich eine Webseite zu diesem Projekt, die „Original Ukrainische“ Webseite ist immer noch erreichbar unter potyah76.org.ua

Ich liebe Zugfahren und habe ja auch einmal bei der Vorbereitung und Planung eines dann letztlich gescheitertem Projekt, dem RedTrain, von Berlin nach Peking, mitgearbeitet. Ein Zug ist einfach ein prima Vehikel.

Und wie üblich kommt so ein Projekt nicht in Hamburg vorbei. Unser Literaturhaus wird ja auch von einem schlagerliebenden, fussbalspielenden Gourmand geleitet.

Aug 212006
 
Yuri Andruchowytsch

Yuri Andruchowytsch: Moscoviada

nennt Jörg von Bilavsky im Titel-Magazin das neue Buch von Juri Andruchowytsch.

So neu ist das Buch nun wieder nicht, es ist aber erst jetzt in deutscher Sprache erschienen.

Ich habe mir das Buch natürlich gleich bestellt. Habe lange darauf gewartet und warte jetzt auf das nächste Wochenende, um es dann in einem Rutsch durchzulesen. Ich denke, so atemlos wie es geschrieben ist, sollte es auch gelesen werden.

Ich wundere mich immer wieder über die Veröffentlichungspolitik der Verlage. Dieses Buch ist nicht ganz frisch. Es ist bereits 1993 erschienen. Aber auf deutsch eben erst 2006.

Bei aller deklamatorischen Kritik am Weltmachtsfieber der Russen ist „Moscoviada“ kein bloßes politisches Pamphlet. Es ist ein poetisch-sarkastisches Plädoyer für die Freiheit und zugleich die tragisch-groteske Lebensgeschichte eines Menschen, der diese Freiheit verzweifelt sucht.

Juri Andruchowytsch:Moscoviada
Roman.
Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr.
Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2006.
224 Seiten.
22,80 Euro.
ISBN: 3-518-41826-2