Aug 222006

Juri Andruchowytschläßt einen totgeglaubten Character wieder-auferstehen und das wird ausführlich beschrieben in Transition Online

Tansition Online

Tansition Online

LVIV, Ukraine | Stas Perfetsky has come a long way since he took off from Lviv back in the heady days of the early 1990s on a wild ride across Europe, only to end up in the cold depths of a canal. To his admirers Stas’ adventures embodied the precarious condition of the Ukrainian artist in those years, and they never gave up hope for him even though he seemed to have vanished. Now it looks as though Stas may be coming home.

Theater audiences in three countries heard the news this spring and summer from Stas’ creator, Yuri Andrukhovych, who took the stage after performances of his new play to recite some lines from his poem about the play’s hero, titled “Stas Perfetsky Is Coming Back to Ukraine.” Although the poem is quite new, written after the Orange Revolution, Andrukhovych is the last man in Ukraine who could be charged with political conformism. He simply had no choice: something very important had happened in Ukraine, and his hero, or alter ego, after a decade and more on the European road, simply had to react to the good news.

der komplette Artikel ist hier online zu lesen: Euro-Moonshine

Das Leben mischt sich ein in die Arbeit des Autoren…

jetzt finde ich in der hochgeschätzten TOL, also Transition OnLine, einen Artikel über Herrn Andruchowytsch:

Euro-Moonshine mit dem Untertitel A cult Ukrainian writer hints that far from being dead in Venice, his most famous character is needed at home.

Leider ist dieser Artikel nicht mehr kostenfrei zugänglich, im Archiv von TOL jedoch einzusehen gegen einen Obolus.

Und dann finde ich noch schnell diese Info, Juri Andruchowytsch kommt Ende September für eine Woche mit seinem Zug 76 nach Deutschland.

Es gibt natürlich eine Webseite zu diesem Projekt, die “Original Ukrainische” Webseite ist immer noch erreichbar unter potyah76.org.ua

Ich liebe Zugfahren und habe ja auch einmal bei der Vorbereitung und Planung eines dann letztlich gescheitertem Projekt, dem RedTrain, von Berlin nach Peking, mitgearbeitet. Ein Zug ist einfach ein prima Vehikel.

Und wie üblich kommt so ein Projekt nicht in Hamburg vorbei. Unser Literaturhaus wird ja auch von einem schlagerliebenden, fussbalspielenden Gourmand geleitet.

Yuri Andruchowytsch

Yuri Andruchowytsch: Moscoviada

nennt Jörg von Bilavsky im Titel-Magazin das neue Buch von Juri Andruchowytsch.

So neu ist das Buch nun wieder nicht, es ist aber erst jetzt in deutscher Sprache erschienen.

Ich habe mir das Buch natürlich gleich bestellt. Habe lange darauf gewartet und warte jetzt auf das nächste Wochenende, um es dann in einem Rutsch durchzulesen. Ich denke, so atemlos wie es geschrieben ist, sollte es auch gelesen werden.

Ich wundere mich immer wieder über die Veröffentlichungspolitik der Verlage. Dieses Buch ist nicht ganz frisch. Es ist bereits 1993 erschienen. Aber auf deutsch eben erst 2006.

Bei aller deklamatorischen Kritik am Weltmachtsfieber der Russen ist „Moscoviada“ kein bloßes politisches Pamphlet. Es ist ein poetisch-sarkastisches Plädoyer für die Freiheit und zugleich die tragisch-groteske Lebensgeschichte eines Menschen, der diese Freiheit verzweifelt sucht.

Juri Andruchowytsch:Moscoviada
Roman.
Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr.
Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2006.
224 Seiten.
22,80 Euro.
ISBN: 3-518-41826-2

nun schreibt auch Ilma Rakusa in der NZZ (nicht mehr online) eine Rezension des Bandes “Das letzte Territorium” von Juri Andruchowytsch.

schön, wie die Essays und der Autor wahrgenommen werden.

Nachtrag: diese Rezension und andere sind beim Perlentaucher gelistet.

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