Pauline de Bok

Pauline de Bok: Blankow oder das Verlangen nach Heimat

Pauline de Bok lebte ein Jahr in einem aufgelassen, verlassenen Vorwerk in  Mecklenburg.

Dieses Vorwerk zeigt noch Spuren der Vorbewohner und so untersucht die holländische Autorin die Geschichte dieses unwirtlichen Platzes.

Sie erfährt von den Menschenströmen, die zu Kriegsende dort vorbeikamen, von den Menschen, die sich hier niederließen und von der gesellschaftlichen Umgestaltung der DDR, die die aktiven Menschen vertrieb und das Vorwerk wieder verkommen läßt.

Die Traurigkeit, die über dem Ort und den Menschen liegt, vermittelt sich dem Leser, vermittelte sich mir.

Und erreichte, daß ich ein Gespür für die Last der Geschichte bekam, die über diesen Landschaften und den Menschen liegt. Über die Heimatlosigkeit und das Gebundensein an einen Ort und das Verlieren dieses Ortes.

Da ich mich durch unser Haus in Ostvorpommern immer mehr mit der Geschichte Ostdeutschlands und den Menschen, die diese Zeit erlebt haben, beschäftige, war dieses Buch eine interessante Lektüre.
Denn an meinem neuen “Ort” habe ich noch nicht viel erfahren können. Jedenfalls nicht genug.

Pauline de Bok: Blankow: oder Das Verlangen nach Heimat
Gebundene Ausgabe: 310 Seiten
Verlag: Weissbooks; Auflage: 1 (7. September 2009)
ISBN-10: 3940888044
ISBN-13: 978-3940888044
Originaltitel: Blankow of het verlangen naar Heimat
Die Webseite der Autorin: http://www.paulinedebok.nl/

anders kann ich den photographischen Blick Isolde Ohlbaums nicht umschreiben.

Diese großartige Menschen-Seherin hat deutsche Schriftsteller begleitet.
Ein Ergebnis dieser Reisen ist der Photo-Band Auswärtsspiele / Autoren unterwegs mit Aufnahmen von den Frühjahrstagungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Dieses Buch wurde in den Feuilletons vorgestellt und als Beispielbild diente sehr oft eine Aufnahme, welche einen lächelnden Oskar Pastior und eine liebevoll-verspielte Herta Müller zeigt.
In diesem Bild wird Pastiors Wesen so bildhaft deutlich, daß es mich fast erschreckte.

Weitere Bilder von Oskar Pastior zeigt Isolde Ohlbaum in ihrem Photo-Archiv.

Nun habe ich dieses Buch gleich zweimal erstanden. Einmal um es im Bücherregal bei mir zu haben, und einmal um eben dieses Bild herausnehmen und rahmen zu können.

Die ZEIT zeigt eine Auswahl der Photos in einer Galerie: Fotos von Isolde Ohlbaum: Die Blume in Oskar Pastiors Haar

Isolde Ohlbaum

Isolde Ohlbaum: Auswärtsspiele



Isolde Ohlbaum: Auswärtsspiele: Autoren unterwegs
Verlag: Wallstein (Oktober 2009)
ISBN-10: 3835305654
ISBN-13: 978-3835305656
Aldo Buzzi

Aldo Buzzi: Man nehme so man hat

heißt ein Buch des Autoren Aldo Buzzi, den ich im Lesebuch schon vorgestellt habe, damals ging es um  “Tschechow in Sondrino”

Nun sehe ich, daß es ein weiteres Buch dieses klugen und liebenswerten Autoren bei jokers.de gibt, es also nicht mehr lange zu finden sein wird.

Also greifen Sie zu!

Nur eines tun Sie bitte nicht:

Stellen Sie das Buch nicht, wie bei Jokers empfohlen, ins Küchenregal, Bücher dieses Autors gehören ins Bücherregal!

Und da sich Herr Buzzi im andere genannten Buch so wunderbar über Cechov äußert, passt dieser Beitrag auch zum vorgenannten Hunderfünfzigsten!

Anton Chechov

und die Artikel über Anton Cechov mehren sich in den Feuilletons und den Blogs.

Ein hundertfünfzigster Geburtstag ist ein wichtiges Datum. Wird es gefeiert, zeigt die Feier an, daß der zu Ehrende nicht vergessen ist.

Wie kann es denn bei Anton Cechov auch anders sein?
Er ist und bleibt der menschlichste und feinste aller Schriftsteller des 19. und beginnenden 20.  Jahrhunderts.

Wie in diesem Lesebuch unschwer zu finden ist, genießt er meine ganz besondere Wertschätzung, habe ich doch  ein ganzes Jahr seiner Lektüre gewidmet, und ich denke, bis auf die Reise auf die Insel Sakhalin habe ich auch alle seine Werke ausgelesen. Zu meinem Gewinn. Nun sind wir Deutschsprachigen in der glücklichen Lage, daß, nicht zuletzt dank Peter Urban, die meisten Übersetzungen seiner Werke vorzufinden.
Deshalb brauchte ich ja auch ein ganzes Jahr für die Lektüre.

Nun also sein Hundertfünzigster am 29. Januar.  Wieviel hätte er noch schreiben können, wäre er nicht so jung gestorben, kaum über 40.

Jeder Versuch, ihn zu würdigen,ist nichts gegen den großartigen Beitrag im ZVA – Blog:

Anton Pawlowitsch Tschechow / Versuch eines Porträts von Hanns-Martin Wietek.

Das ging nicht mehr. Nach mehr als 10 Jahren habe ich die Nucleus-Software, mit der ich mein Avantart Lesebuch führte, ad acta gelegt und Alles neu aufgesetzt.

Das Avantart Lesebuch wird nun von WordPress betrieben, ist mit einem neuen Template (Suffusion) gestaltet, aber die Inhalte wurden herübergerettet.

Ich hoffe, es gefällt!

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