W. G. Sebald

Schade. Dieses Buch hat gute Kritiken. Aber keine guten Kritiker.

Niemand hat bemerkt, daß die Idee, 33 Radierungen / Augenpaare mit 33 kurzen Texten von W.G. Sebald nicht stimmt. Da kommt nichts zusammen. Ein Gespräch, ein Blickwechsel ist geplant.

Aber es geht nicht. Die Radierungen sind zu schlecht, die Texte zu gut. Vielleicht hat W.G.Sebald seinem Freund einen Freundschaftsdienst erweisen wollen? Dann war es in meine Augen ein Bärendienst.

Oder ist es so schlecht, weil W.G. Sebald nicht mehr lebte, als das Buch fertiggestellt wurde?

Wie dem auch sei. Es gibt so gute Bücher von W.G.Sebald. Dieses gehört nicht dazu.


W. G. Sebald, der 2001 verstorbene Schriftsteller, war ein lebenslanger Bewunderer des hyperrealistischen Malers und Radierers Jan Peter Tripp, über dessen Arbeiten er mehrere Essays geschrieben hat. Ihr erstes gemeinsam geplantes Buch erscheint als eine Art Vermächtnis einer langen Künstlerfreundschaft: 33 Augenpaare und 33 kurze Texte. Bilder und Texte sollen einander nicht erläutern oder gar illustrieren, sondern, wie Andrea Koehler schreibt, “in ein Gespräch eintreten”, in einen “fortdauernden Blickwechsel”.
Ein Buch für alle Leser von W. G. Sebald und alle Bewunderer der hohen Kunst Jan Peter Tripps.


Zitate aus der Amazon-Seite


Unerzählt: 33 Miniaturen und 33 Radierungen
von W. Sebald, J. Tripp
Gebundene Ausgabe – 72 Seiten – Hanser
Erscheinungsdatum: März 2003
ISBN: 3446202579

Jonathan Safran Foer

Jonathan Safran Foer


ein unglaubliches Buch, das allerdings den Lesebeginn sehr erschwert.

Der schnoddrige Ton des jungen Protagonisten schreckt doch sehr ab.

wer durchhält, wird belohnt. Eine ungeheuer dichtgewebte Erzählung, durchwoben von verschiedenensten Geschichten aus unterschiedlichen schweren Zeiten, fasziniert. Auch wenn das Zuordnen der Ebenen oft schwerfällt; aber sich auf das Buch einlassen und lesen, einfach lesen…

wirklich ein erstaunlicher junger Mann, dieser J.S.F.

Jonathan Safran Foer: Alles ist erleuchtet
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 8 (18. Januar 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596156289
ISBN-13: 978-3596156283
Originaltitel: Everything is Illuminated

Mein Beitrag zu Vasil Bykau’s Tod hat mir einen interessanten Brief eingebracht:

Rydel aus Minsk schickte mir einen Hinweis auf den falschen Sprachgebrauch, es gäbe kein Weißrußland.
Und es ist wirklich so, das Land heißt Belarus, aber das Adjektiv belarussisch klingt ungewohnt und weißruthenisch ist auch sehr fremd.

Was tun? Linguistisch-historische Genauigkeit oder Sprachgewohnheit? Ich bin sehr unsicher darüber.

Ein Gedicht zum Tod von Andrej Wossnesenski

Ein Gedicht von Andrej Wosnessenski aus dem Band Wenn wir die Schönheit retten

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für A. Kosyrew


Lebt nicht im Raum, lebt in der Zeit,

für Minuten sind Euch Bäume anvertraut,

nicht die Wälder, die Stunden nehmt ein,

unterm Dach der Minuten zu sein,

und um Schultern, statt sie in Zobel zu kleiden,

der Minute Kostbarkeit breiten.

Wie asymmetrisch ist die Zeit!

Der Minuten kürzeste – die letzte,

die letzte Trennung – die längste …

Und schon fährst du ab in der Kiste,

Sei kein Strauß, verbohrt in Vergängliches, Wüste.

Im Raum ist das Sterben.

Das Leben in der Zeit.


Vasil Bykau

Vasil Bykau

Der große weißruthenische Schriftsteller Vasil Bikau starb kurz nach seinem 79. Geburtstag in Minsk.

Die Bevölkerung bereitete ihm ein Staatsbegräbnis, die Offiziellen mieden ihn.

Mit ihm verstummte eine Stimme für die Freiheit und die Individualität des Menschen.

ich bin froh, daß ich ihn kennenlernte konnte.

Informationen über Vasil Bikau habe ich hier auf einer Sonderseite zusammengetragen.


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