Feb 222009
 

Geheimbrief

Geheimbrief


Ist es ein Liebesdienst,
wenn auf einer detaillierten Buchbesprechungsseite des heißgeliebten Perlentauchers das Buch „Geheimbrief“ von Erika Burkart vorgestellt wird, und unter der Rezensionsnotiz folgende Links stehen:

Mehr Bücher aus dem Themengebiet
* Deutsche Lyrik 2008
* Die alternde Gesellschaft

Das kommt davon, wenn Robots automatisch Tags generieren oder wurde das Schlagwort „Die alternde Gesellschaft“ doch von einem Menschen erstellt?

Dann wäre das eine Infamie gegenüber der wunderbaren Erika Burkart.

Erika Burkart: Geheimbrief
Gebundene Ausgabe: 96 Seiten
Verlag: Ammann; Auflage: 1., Aufl. (12. Februar 2009)
ISBN-10: 3250105279
ISBN-13: 978-3250105275

Okt 182007
 

Lyrikline.org ist ein faszinierendes Unternehmen. Viele Schätze sind da zu heben.
Aber es hat auch etwas Erschreckendes für mich, plötzlich die Stimmen der Dichter zu vernehmen. Indiskret kommt mir das vor, fast ungehörig…

denn anders als bei einer Lesung liest hier der Dichter für mich, ich bestimme wann er liest.
Und was er liest. Ich dirigiere ihn. Und das steht mir eigentlich nicht zu.

So hab ich auch gezaudert, Adam Zagajewski aufzusuchen, aufzurufen widerstrebt mir..

weil das aber auch seinen Kitzel hat, konnte ich nicht widerstehen.. deshalb doch noch ein paar meiner Favoriten ..

Adam Zagajewski

Gennadi Ajgi

Juri Andruchowytsch – das kriminelle Sonett

Rose Ausländer – Pruth

Erika Burkhart

Gholamhossein Chahkandi Nezhad – übersetzt: Wie Sonnenschein

Ernst Jandl

Das war die erste Hälfte des, meines Lyrik-Alphabets…

Jan 022006
 

welche Bücher haben mich dieses Jahr 2005 beglückt, welche sich als Leseerlebnis herausgestellt, mich gelangweilt, genervt oder geärgert?

Na, alle möchte ich nicht aufzählen. Wenn ich mir im Wohnzimmer ansehe, wie sich die Bücher inzwischen auf den Regalen stapeln, weil sie nicht mehr in die Regale passen, dann muss ich eigentlich eine Lesepause einlegen, die Regale erweitern, so denn überhaupt noch möglich, oder umziehen ..

Felix Philipp Ingold mit seiner Wortnahme gehört auf jeden Fall an die Listenspitze.
Ghérasim Luca mit den lapsus linguae, auch hier vorgestellt

ebenso wie Erika Burkart mit dern Ortlosen Nähe

Andrzej Stasiuk

Andrzej Stasiuk

Herr Andruchowytsch mit dem 12. Kreis hat mich gelangweilt, das Buch habe ich nicht ausgelesen, habe ich hier auch schon geschrieben…

fasziniert war ich wieder einmal von Andrzej Stasiuk,
Unterwegs nach Babadag , welches mich einstimmte auf die Ungarischen Lesezeiten, die mir meine Buchhändlerin, Frau Herbst in der Buchhandlung Christiansen so anriet.


Attila Bartis

Ganz grossartig ist Die Ruhe von Attila Bartis, dichte Athmosphäre, beklemmend, aufrüttelnd, auch obszön, das Erzählte geht mir noch Tage nach.


Jun 042005
 

Ortlose Nähe

Ortlose Nähe

Bevor ich mich auf ein Abenteuer einlasse, für 3 Tage nach Schottland fliege mit zwei Freundinnen, noch eine Buchvorstellung einer Autorin, die mich immer wieder sehr, sehr beeindruckt:

Erika Burkart: Ortlose Nähe

Geradezu hart, schonungslos spricht die Autorin von der sie umgebenden Natur, dem Leben, seinen Anforderungen und den Zumutungen. Ihre Schonungslosigkeit ist unanfechtbar. Und geht sehr nach.

Ein Höhenkurort

Lästig sind mir auf dem Waldweg
keuchende Jogger und Biker.
Den Starrblick über dem Lenker
dicht an der Stoppuhr
den Leerblick im Eiswind,
sehen sie gar nichts,
weder Felsenkronen noch Mohrenfalter,
um ganz zu schweigen
von Linnées Moosglöcklein, nistend
auf einem zu Höhlen
verrottenden Strunk.

Durch das Fenster
schaue ich auf zu den Bergen,
sehe ich die Nebel aus Schluchten quellen;
ihre Schatten, gemalt
mit flüchtigem Pinsel auf Ödland
eine Schöpfung, die sich schafft
ohne uns, das Hirn der Erde,
das ruhelose
Auge im Raum.

Erika Burkart: Ortlose Nähe
Gebundene Ausgabe: 90 Seiten
Verlag: Ammann; Auflage: 1 (April 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3250104892
ISBN-13: 978-3250104896