Apr 172011
 

Oskar Pastior: Der Verfolger ist zugleich ein Verfolgter, der sich der eigenen Verfolgung durch die Verfolgung eines andern – eines Doubles gewissermaßen – zu entziehen versucht.

Dies setzt Felix Philipp Ingold seinem in der Volltext 1/2011 veröffentlichten Essay zur Kunst des Schreibens nach Leo Strauss und Alexandre Kojève voraus.  Hier geht es um das „unverständliche Schreiben“, einem Schreiben, das sei es durch Repression, Verfolgung oder anderen Gründen von der großen Zahl der Leser nicht verstanden wird, nur Eingeweihte kennen den Sinn. So meint Leo Strauß eine besondere Qualität der unter Repression verfaßten Dichtung zu erkennen, was FPI bestreitet:

Ob ein solches Literaturverständnis und die daraus erwachsende Schreibtechnik allein auf Repression (durch ideologische Direktiven, thematische Tabus, ofizielle Zensur und sonstige Einschränkungen) zurückzuführen ist, bleibt fraglich; denn hermetische oder auch bloß elitäre Texte sind zu allen Zeiten, selbst unter freiheitlichen Bedingungen, geschrieben worden. Auch heute gibt es, der vorherrschenden Toleranz und Transparenz zum Trotz, eine kleine Minderheit von Autoren, die sich – bei kleinen Verlagen, in kleinen Stückzahlen – mit hermetischen Texten vom Mainstream der Bekenntnis-, Erinnerungs- und Tratschliteratur absetzen, im Vertrauen darauf, was einst JeanBaptiste d’Alembert (den auch Leo Strauss zitiert) souverän auf den Punkt gebracht hat: „Was dem gewöhnlichen Leser dunkel erscheinen mag, ist es für jene, die der Autor im Blick hat, nicht; im übrigen ist gewollte Dunkelheit keine.“

So zieht Ingold einen Bogen vom hermetischen Subjektivismus Strauss‘ zu Kojève, der die Oberflächlichkeit lobt und die Postmoderne einläutet.

Und Oskar Pastior lächelt. Hintergründig.

 

Zur Causa Pastior

 

Felix Philipp Ingold überließ mir den nachstehenden Aufsatz zum Abdruck im Lesebuch.
Der Aufsatz ist eine erweiterte Fassung des bei der NZZ veröffentlichten Artikels „Die bedeutungsfreie Dichtersprache.“


Felix Philipp Ingold zur Causa Oskar Pastior

Meinem vorgerückten Alter zum Trotz bin ich um einiges zu jung, um im Fall Schlesak vs. Pastior (NZZ 17.11.2010) als Zeitzeuge fungieren zu können. Ich habe Oskar Pastior erst lang nach seiner Übersiedelung in die BRD kennengelernt, bin ihm immer mal wieder bei Lesungen begegnet, habe ihn des öftern privat in Berlin besucht und führte mit ihm ausserdem während Jahren eine kollegiale Korrespondenz in der archaischen Form handschriftlicher Briefe. Ich darf annehmen, dass er mich – so wie ich ihn – als Freund bezeichnet hätte, wiewohl ich nie zu seinem innersten Bekanntenkreis gehörte. Nur vorübergehend intensivierte sich unser Kontakt, als wir für eine Weile gleichzeitig in Rom zugange waren und uns fast täglich in der Stadt oder in der Villa Massimo trafen. Danach blieb es wiederum bei zufälligen Begegnungen und lockerem Briefwechsel.

Was uns, nebst den gemeinsamen literarischen Interessen, besonders verband, war das aufmerksame Hinhören und Hinsehen auf die politischen Entwicklungen der 1980er Jahre in Osteuropa und der Sowjetunion. Ich war damals wiederholt in der CSSR, der DDR und Polen unterwegs, worüber ich auch Oskar Pastior berichtete, der mich – als Schweizer – geradezu bestaunte wegen der Leichtigkeit, mit der ich jene Grenzen überschritt, und auch wegen der kritischen Ironie, mit der ich auf die dort üblichen Zollschikanen und Kontrollmassnahmen reagierte: er selber würde „sterben vor Angst“ bei einem solchen Grenzübertritt, und sogar bei der Einreise nach Österreich überkomme ihn jedesmal ein „panischer Horror“. Mehrmals gestand mir Pastior, dass er noch immer befürchte, irgendwann wieder verhaftet und verschickt zu werden, und gelegentlich hatte ich den Eindruck, dass er die Liberalisierungstendenzen im sogenannten Ostblock eher mit Skepsis denn mit Euphorie zur Kenntnis nahm.

Dass dieser markante, unter Kollegen allseits beliebte Dichter nun in begründetem Verdacht steht, im kommunistischen Rumänien nicht nur ein Verfolgter, sondern auch ein Verfolger gewesen zu sein, macht sicherlich viele seiner Freunde nachdenklich, wenn nicht ratlos und ist auch für mich Anlass, an einige besonders einprägsame Momente zurückzudenken, sie im scharfen Licht der jüngsten Enthüllungen neu zu bewerten.

Erster Moment: ein Privatbesuch bei Oskar Pastior in seiner Wohnung an der Schlüterstrasse in Berlin. Wir reden über unsere aktuellen Beschäftigungen und Lektüren. Er berichtet von einem Besuch bei den „Oulipoten“ in Paris, von Begegnungen mit Jacques Roubaud und Harry Mathews, von seiner Entdeckung und Übersetzung des rumänischen Avantgardepoeten Urmuz, den ich eigentlich für eine von ihm, Pastior, erfundene Kunstfigur gehalten hatte. Beim Drehen einer Zigarette eröffnete er mir dann aber ziemlich überraschend, dass er „trotz allem“ besonders gern Schundliteratur lese und sich am liebsten B-Movies und TV-Krimis ansehe, „vor allem Krimis“, deren Faszinosum doch darin bestehe, dass wir dabei immer auch uns selbst – „da wir ja alle irgendwie kriminell sind“ – auf die Sprünge kommen.

Zweiter Moment: Ein Workshop mit Pastior in Goslar. Thema der Veranstaltung war „Das Wort“. Es gab Lesungen, Referate, Diskussionen. Als mir in Beantwortung einer Frage aus dem Publikum die etwas pathetische Formulierung unterlief, die Poesie habe „die Würde des einzelnen Worts gegenüber der Aussagekraft des Satzes“ zu festigen, unterbrach mich Pastior mit der dezidierten Zwischenbemerkung, eine „Würde des Worts“ gebe es für ihn nicht, er halte sich vielmehr an „das Würde des Worts“, denn alles Sprachliche sei „konditional und konjunktivisch“.

Dritter Moment: Die Feier zu Pastiors 60. Geburtstag (oder war’s der 65.?) in der Berliner Akademie der Künste. Zusammen mit mehreren Dichterkollegen sollte ich auf dem Podium vor grossem Publikum eine kleine lyrische Huldigung darbieten, und es war vorgesehen, dass der Jubilar am Schluss ein kurzes Dankeswort sprechen würde. Diese unaufwendige, eigentlich selbstverständliche Geste wurde für Oskar Pastior auf der Stelle zum Problem. Es komme für ihn nicht in Frage, an der Öffentlichkeit „frei zu reden“, sagte er, und er werde statt dessen ein paar Sätze aus seinem jüngst publizierten Buch auswählen, sie neu gruppieren und als Wortmontage vortragen. Ich sass rechts neben ihm am Tisch auf der Bühne, und er flüsterte mir zu: „Du weisst doch, dass ich Bedeutung hasse.“ Ich weiss, ich wusste auch damals, dass Pastior nach einer bedeutungsfreien Dichtersprache suchte, dass er keinen Bedeutungsraum hinter oder zwischen den Wörtern gelten lassen wollte. Gelten sollte das Wort als solches, das Wort als Klangleib ? nichts besagend, bloss leichthin an die Sinne rührend. Die im gedruckten Text unterstrichenen Verse rezitierte er dann so, als handelte es sich um eine lyrische Improvisation eigens zu jenem Anlass.

Naturgemäss stellt sich nun im Rückblick die Frage, ob nicht überhaupt Pastiors dichterische Arbeit, die man so gern als „hermetisch“, „formalistisch“ oder wenigstens als „ludistisch“ bezeichnet hat, darauf angelegt war, in kunstvoller Weise „nichtssagend“ zu sein, und ob sein konsequentes Bemühen, seine Texte von aller Bedeutung und vorab von jeder Eindeutigkeit freizuhalten, nicht auch andere denn poetologische Gründe hatte. Ausser Frage steht nun jedenfalls, dass die Pastior-Philologie noch einmal über die Bücher gehen und nach allfälligen Spuren verdrängter „Bedeutung“ suchen muss. Womöglich steht bei diesem „dunklen“ Dichter doch weit mehr zwischen den Zeilen, als er selbst es wahrhaben wollte und als die Kritik es bisher erkennen konnte.

Nov 282010
 

Felix Philipp Ingold überließ mir den nachstehenden Aufsatz zum Abdruck im Lesebuch.
Der Aufsatz  ist eine erweiterte Fassung des bei der NZZ veröffentlichten Artikels „Die bedeutungsfreie Dichtersprache.“


Felix Philipp Ingold zur Causa Oskar Pastior

Meinem vorgerückten Alter zum Trotz bin ich um einiges zu jung, um im Fall Schlesak vs. Pastior (NZZ 17.11.2010) als Zeitzeuge fungieren zu können. Ich habe Oskar Pastior erst lang nach seiner Übersiedelung in die BRD kennengelernt, bin ihm immer mal wieder bei Lesungen begegnet, habe ihn des öftern privat in Berlin besucht und führte mit ihm ausserdem während Jahren eine kollegiale Korrespondenz in der archaischen Form handschriftlicher Briefe. Ich darf annehmen, dass er mich – so wie ich ihn – als Freund bezeichnet hätte, wiewohl ich nie zu seinem innersten Bekanntenkreis gehörte. Nur vorübergehend intensivierte sich unser Kontakt, als wir für eine Weile gleichzeitig in Rom zugange waren und uns fast täglich in der Stadt oder in der Villa Massimo trafen. Danach blieb es wiederum bei zufälligen Begegnungen und lockerem Briefwechsel.

Was uns, nebst den gemeinsamen literarischen Interessen, besonders verband, war das aufmerksame Hinhören und Hinsehen auf die politischen Entwicklungen der 1980er Jahre in Osteuropa und der Sowjetunion. Ich war damals wiederholt in der CSSR, der DDR und Polen unterwegs, worüber ich auch Oskar Pastior berichtete, der mich – als Schweizer – geradezu bestaunte wegen der Leichtigkeit, mit der ich jene Grenzen überschritt, und auch wegen der kritischen Ironie, mit der ich auf die  dort üblichen Zollschikanen und Kontrollmassnahmen reagierte: er selber würde „sterben vor Angst“ bei einem solchen Grenzübertritt, und sogar bei der Einreise nach Österreich überkomme ihn jedesmal ein „panischer Horror“. Mehrmals gestand mir Pastior, dass er noch immer befürchte, irgendwann wieder verhaftet und verschickt zu werden, und gelegentlich hatte ich den Eindruck, dass er die Liberalisierungstendenzen im sogenannten Ostblock eher mit Skepsis denn mit Euphorie zur Kenntnis nahm.

Dass dieser markante, unter Kollegen allseits beliebte Dichter nun in begründetem Verdacht steht, im kommunistischen Rumänien nicht nur ein Verfolgter, sondern auch ein Verfolger gewesen zu sein, macht sicherlich viele seiner Freunde nachdenklich, wenn nicht ratlos und ist auch für mich Anlass, an einige besonders einprägsame Momente zurückzudenken, sie im scharfen Licht der jüngsten Enthüllungen neu zu bewerten.

Erster Moment: ein Privatbesuch bei Oskar Pastior in seiner Wohnung an der Schlüterstrasse in Berlin. Wir reden über unsere aktuellen Beschäftigungen und Lektüren. Er berichtet von einem Besuch bei den „Oulipoten“ in Paris, von Begegnungen mit Jacques Roubaud und Harry Mathews, von seiner Entdeckung und Übersetzung des rumänischen Avantgardepoeten Urmuz, den ich eigentlich für eine von ihm, Pastior, erfundene Kunstfigur gehalten hatte. Beim Drehen einer Zigarette eröffnete er mir dann aber ziemlich überraschend, dass er „trotz allem“ besonders gern Schundliteratur lese und sich am liebsten B-Movies und TV-Krimis ansehe, „vor allem Krimis“, deren Faszinosum doch darin bestehe, dass wir dabei immer auch uns selbst – „da wir ja alle irgendwie kriminell sind“ – auf die Sprünge kommen.

Zweiter Moment: Ein Workshop mit Pastior in Goslar. Thema der Veranstaltung war „Das Wort“. Es gab Lesungen, Referate, Diskussionen. Als mir in Beantwortung einer Frage aus dem Publikum die etwas pathetische Formulierung unterlief, die Poesie habe „die Würde des einzelnen Worts gegenüber der Aussagekraft des Satzes“ zu festigen, unterbrach mich Pastior mit der dezidierten Zwischenbemerkung, eine „Würde des Worts“ gebe es für ihn nicht, er halte sich vielmehr an „das Würde des Worts“, denn alles Sprachliche sei „konditional und konjunktivisch“.

Dritter Moment: Die Feier zu Pastiors 60. Geburtstag (oder war’s der 65.?) in der Berliner Akademie der Künste. Zusammen mit mehreren Dichterkollegen sollte ich auf dem Podium vor grossem Publikum eine kleine lyrische Huldigung darbieten, und es war vorgesehen, dass der Jubilar am Schluss ein kurzes Dankeswort sprechen würde. Diese unaufwendige, eigentlich selbstverständliche Geste wurde für Oskar Pastior auf der Stelle zum Problem. Es komme für ihn nicht in Frage, an der Öffentlichkeit „frei zu reden“, sagte er, und er werde statt dessen ein paar Sätze aus seinem jüngst publizierten Buch auswählen, sie neu gruppieren und als Wortmontage vortragen. Ich sass rechts neben ihm am Tisch auf der Bühne, und er flüsterte mir zu: „Du weisst doch, dass ich Bedeutung hasse.“ Ich weiss, ich wusste auch damals, dass Pastior nach einer bedeutungsfreien Dichtersprache suchte, dass er keinen Bedeutungsraum hinter oder zwischen den Wörtern gelten lassen wollte. Gelten sollte das Wort als solches, das Wort als Klangleib ? nichts besagend, bloss leichthin an die Sinne rührend. Die im gedruckten Text unterstrichenen Verse rezitierte er dann so, als handelte es sich um eine lyrische Improvisation eigens zu jenem Anlass.

Naturgemäss stellt sich nun im Rückblick die Frage, ob nicht überhaupt Pastiors dichterische Arbeit, die man so gern als „hermetisch“, „formalistisch“ oder wenigstens als „ludistisch“ bezeichnet hat, darauf angelegt war, in kunstvoller Weise „nichtssagend“ zu sein, und ob sein konsequentes Bemühen, seine Texte von aller Bedeutung und vorab von jeder Eindeutigkeit freizuhalten, nicht auch andere denn poetologische Gründe hatte. Ausser Frage steht nun jedenfalls, dass die Pastior-Philologie noch einmal über die Bücher gehen und nach allfälligen Spuren verdrängter „Bedeutung“ suchen muss. Womöglich steht bei diesem „dunklen“ Dichter doch weit mehr zwischen den Zeilen, als er selbst es wahrhaben wollte und als die Kritik es bisher erkennen konnte.

Nov 252010
 

Am 16. November schrieb Dieter Schlesak in der FAZ den folgenschweren Artikel „Schule der Schizophrenie“, in welchem er Oskar Pastior beschuldigt, entgegen aller bisherigen Annahmen und Hoffnungen ein aktiver IM der Securitate gewesen zu sein.Er unterstellt ihm, seinen Freund Georg Hopprich mit in den Selbstmord getrieben zu haben.

Ich las den Artikel und mein Herz wurde bedrückt. Ein schlimmer Konflikt wurde da aufgeblättert. Aber diese Abrechnung hat auch einen Nebengeschmack: Dieter Schlesak erwähnt, daß er selbst IM der Securitate gewesen sei und behauptet, seine Akte sei von der Securitate gefälscht worden, Pastiors hingegen nicht.  Wer vermag solch einer reinwaschenden Argumentation zu vertrauen?

Das Ganze ist ein perfides Netz aus Lügen, Abrechnung, Verdacht und Ahnung.

Daß ein Mensch verzweifelt, der in diese Verstrickungen gerät, kann nicht wundern.

Daß ein Mensch verdrängt, daß er in diese Verstrickung geriet, verwundert auch nicht. Das ist das Wesen der Verdrängung.

Ein System, das nur aus Niedertracht besteht, wie die Securitate, hört nicht einfach auf zu bestehen. Wühlt weiter. Ist weiter niederträchtig.

Ernest Wichner weist in einer Antwort auf Schlesak darauf hin. Zu den Vorwürfen wegen Georg Hopprichs Selbstmord schreibt Wichner:

Wäre diese Geschichte wahr, das heißt, mit einem Bericht des IM „Stein Otto“ zu belegen, so wäre im Fall Oskar Pastior alles gesagt. Er wäre nicht nur ein unter der Androhung von Gefängnis zu Spitzeldiensten erpresster Dichter gewesen, sondern hätte auch investigative, ja kriminelle Energie an den Tag gelegt und als Teil des Repressionsapparates den Tod eines Freundes mitverschuldet. Um aber solches auch nur in den Bereich des Vorstellbaren zu rücken, sollte man Beweise haben und nicht mit Gerüchten hantieren, die niemand auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen kann.

Warum nur, stelle ich mir die Frage, findet diese Bosheit und Gemeinheit immer wieder Hörer, warum veröffentlicht die FAZ solche Artikel voller Vermutungen und unnachprüfbarer Anschuldigungen wie den von Schlesak??

Ein Toter kann sich nicht wehren.

Sep 182010
 

Da lese ich im Untertitel der Süddeutschen:

Herta Müllers Freund, der Lyriker Oskar Pastior, spitzelte für den rumänischen Geheimdienst Securitate.

Ist das richtig?
Spitzelt ein Mensch, der vom Geheimdienst verfolgt, um sein Leben fürchtend, in die Rolle eines IM gezwungen wurde?

Als Spitzel werden gewöhnlich Zuträger bezeichnet, die aus eigenem Antrieb oder auf Nachfrage, meist gegen irgendeine Form von Belohnung, einem Nachrichtendienst oder der Polizei oder einem privaten Ermittler Informationen über solche Personen, Gruppen oder Organisationen liefern, zu denen der Empfänger der Information selbst keinen Zugang hat.

schreibt die Wikipedia.

Ich meine, unser Denken ist falsch. Es gibt kein Schwarz und kein Weiß, und die Tatsache, daß wir unangefochten in Freiheit aufgewachsen sind, darf  uns nicht erlauben, ungenaue Urteile mit ungenauer Sprache zu treffen.

Solche Formulierungen wie die von C. Schmidt und L. Müller in der Süddeutschen, sind leichtfertig und tun dem Opfer, das zum Täter gezwungen werden sollte, nur Unrecht.