Jul 222003
 

W. G. Sebald

Schade. Dieses Buch hat gute Kritiken. Aber keine guten Kritiker.

Niemand hat bemerkt, daß die Idee, 33 Radierungen / Augenpaare mit 33 kurzen Texten von W.G. Sebald nicht stimmt. Da kommt nichts zusammen. Ein Gespräch, ein Blickwechsel ist geplant.

Aber es geht nicht. Die Radierungen sind zu schlecht, die Texte zu gut. Vielleicht hat W.G.Sebald seinem Freund einen Freundschaftsdienst erweisen wollen? Dann war es in meine Augen ein Bärendienst.

Oder ist es so schlecht, weil W.G. Sebald nicht mehr lebte, als das Buch fertiggestellt wurde?

Wie dem auch sei. Es gibt so gute Bücher von W.G.Sebald. Dieses gehört nicht dazu.


W. G. Sebald, der 2001 verstorbene Schriftsteller, war ein lebenslanger Bewunderer des hyperrealistischen Malers und Radierers Jan Peter Tripp, über dessen Arbeiten er mehrere Essays geschrieben hat. Ihr erstes gemeinsam geplantes Buch erscheint als eine Art Vermächtnis einer langen Künstlerfreundschaft: 33 Augenpaare und 33 kurze Texte. Bilder und Texte sollen einander nicht erläutern oder gar illustrieren, sondern, wie Andrea Koehler schreibt, „in ein Gespräch eintreten“, in einen „fortdauernden Blickwechsel“.
Ein Buch für alle Leser von W. G. Sebald und alle Bewunderer der hohen Kunst Jan Peter Tripps.


Zitate aus der Amazon-Seite


Unerzählt: 33 Miniaturen und 33 Radierungen
von W. Sebald, J. Tripp
Gebundene Ausgabe – 72 Seiten – Hanser
Erscheinungsdatum: März 2003
ISBN: 3446202579