Feb 202007
 

20070220-urs_engeler
In der FAZ erschien am 1. Februar eine Würdigung von Urs Engeler, dem engagierten Herausgeber zeitgenössischer Lyrik.

Engeler verlegt unter anderem Felix Philipp Ingold, Oskar Pastior, Gelu Naum, Anna Achmatowa, Ghérasim Luca ..

Seine Bücher sind unentbehrlich.

Zwischen den Zeilen heißt die Zeitschrift, die er jetzt seit 15 Jahren verlegt, eine Perle, die ich nicht missen möchte.

Förderer haben sich gefunden und doch ist Engelers Geschichte keine reine Erfolgsgeschichte, sondern die eines immerwährenden Kampfes gegen die Windmühlenflügel des Buchmarktes..

Nach fünfzehn Jahren liest sich die Namensliste der Autoren der bislang 26 Hefte „Zwischen den Zeilen“ und den Büchern des Verlags wie ein repräsentativer Ausschnitt der Gegenwartslyrik und der experimentellen Prosa. Durs Grünbein, Oskar Pastior, Elke Erb, Felix Philipp Ingold, Ulf Stolterfoht, Andrea Zanotti und viele andere haben bisher geschrieben, übersetzt und gelesen..

Engelers Suche nach den Manifestationen einer poetischen Sprache jenseits der Alltagssprache, sein Bemühen, die Auseinandersetzung über deren Möglichkeiten in Gang zu halten, haben in einem Randbereich ein kleines Zentrum geschaffen.

So Beate Tröger in der FAZ, 01.02.1007, Seite 44

Okt 052006
 

Ein Großer ist gegangen. Im 78. Jahr.

† Oskar Pastior

† Oskar Pastior

Er entdeckte die Sprache im wahrsten Sinne des Wortes. Für uns. Für die die hören und lesen können und wollen.

Er war liebenswert, ein wunderbarer Partner für die Musiker, die ihn begleiteten, Sprache war Musik für ihn.

„er war mit Sicherheit der liebenswerteste Autor, der sich denken lässt.“ sagt sein Verleger Michael Krüger. Er hat recht.

Ich bin dankbar, daß ich Oskar Pastior kennenlernen konnte und daß ich seine Bücher und Lesungen habe… die sind nicht mit ihm gestorben.