Mai 072013
 
Noch ein Leben für John Potocki

Noch ein Leben für John Potocki

Wer ist John Potocki? Jan Potocki? Jan Nepomucem Graf Potocki (1761–1815)?

Noch ein Leben – aber was für ein Leben? Ein tatsächliches, ein ausgedachtes, ein ausgeschmücktes, ein virtuelles? Ein Leben im Falschen, ein Leben im Richtigen, ein Leben im Computerspiel?

Reicht denn das das Leben des Jan Nepomucen Graf Potocki nicht aus für eine umfassende Biographie? Nein, eine Biographie genügt nicht. Da kann “mehr Butter bei die Fische”, wie der Norddeutsche sagt. Denn das Leben dieses polnischen Grafen, Kosmopoliten, Historikers, Weltreisenden, Ethnografen war / ist so vielschichtig, daß es die Phantasie vielerlei befeuert. Ein Mensch, der sein Leben so sehr selbst gestaltet und auch so eigenwillig selbst beendet hat, der ist den Nachgeborenen ein großes Fragezeichen. War das schon alles? War da nicht noch mehr? Wenn soviel bekannt ist, was ist denn da noch nicht erzählt?

Und so erhält der Erzähler dieses sagenhaften Lebens eine nie gekannte Macht über Jan Nepomucen Graf Potocki,  die Tastatur wird zum Joystick und sein Leben virtualisiert sich, bis wir, die Leser, schon gar nicht mehr wissen woran wir gerade sind.

Ein auktoriales Vexierspiel, dem ich als Leserin atemlos hinterherlief, denn ich bekam das Privileg von Felix Philipp Ingold (wer sonst?), diesen neuen großen Roman vorab lesen zu dürfen. Ich habe gelesen, bin darin versunken und hatte vor lauter Freude an dieser Sprache, diesem Plot, dieser Vielfalt keine eigene Sprache mehr.

Im August erscheint der neue Roman von Felix Philipp Ingold bei Matthes und Seitz, Berlin.

Noch ein Leben für John Potocki!

Fast möchte ich wünschen: Noch mehr Leben für John Potocki! 

Mehr Informationen in der Verlagsvorschau: Noch ein Leben für John Potocki

 

Alexander Varnek; Jan Potocki

Alexander Varnek; Jan Potocki

Jan Nepomucen Graf Potocki

Jan Nepomucen Graf Potocki

Noch ein Leben für John Potocki

Noch ein Leben für John Potocki

Jul 252012
 

Zum Siebzigsten wünsche ich soviel Kraft wie ein Baum hat, noch soviele Jahre wie Stämme auf diesem Bild sind, wer mag sie zählen?siebzig Jahre

So wünsche ich Felix Philipp Ingold alles Erdenklich Beste zum heutigen Ehrentage.

Ich kann gar nicht ausdrücken wie reich ich geworden bin durch seine Texte, Gedichte, Arbeiten.
Und wie reich mein Leben geworden ist durch seine Freundschaft.

Jul 242012
 

 Wozu
                sollten wir das
                Leben verschenken. Oder es
                auch nur vertun. Wir
                können ja gar nicht fort von
                hier. Also lieber
                warten bis. Aber ohne
                Ziel. Denn KEIN
                Weg genügt NICHT. Nur
                immer da sein bis.
                Und sei’s auch bloss
                für jetzt.

Felix Philipp Ingold: LESEHUNGER UND TEXTESSEN
Ein literarischer Appetitanreger für Cornelie Müller Gödecke
Am 22. Juli 2012 vor Tisch zu verlesen von Heinz Erich Gödecke im Namen und mit besten Wünschen des Verfassers

Ein Gedicht von Felix Philipp Ingold zu meinem 60. Geburtstag, das Finale eines langen Textes, wer wird so reich beschenkt? Ich bin glücklich

Jun 202012
 

Als Gruß zu lesenIn der Neuen Zürcher Zeitung erschien vor wenigen Tagen eine Rezension des Gedichtbandes Als Gruß zu lesen von Felix Philipp Ingold. Dort setzte sich Birgit Veit mit dieser ungewöhnlichen Anthologie auseinander.

Die Rezensentin hat gerade die Arbeitsprämisse des Herausgebers gründlich mißverstanden:

Ein merkwürdiges Phänomen sind jene Kommentare des Herausgebers, die so vernichtend wirken, als wollten sie einem die Lust zum Weiterlesen austreiben. Zur Autorin Jelena Schwarz heisst es: «Nicht selten gleiten ihre Gedichte ins Unverbindliche ab, auch ins Peinliche, wenn Wortwitz und Maskenspiel allzu locker praktiziert werden, namentlich dort, wo es um Erotisches geht.» Wiktor Sosnora wird abgekanzelt: «so dass denn auch der Eindruck aufkommt, das Schreiben sei für den späten Sosnora zu einer sarkastischen, letztlich wegwerfenden Geste geworden, die nichts mehr zu bedeuten hat und nichts mehr bewirken will». Und auch das Urteil über Olga Sedakowa lässt einen wenig lesehungrig zurück: «ein synkretistisches, oft manieriert wirkendes Sprechen, das weder vor Pathos noch vor Trivialität gefeit ist». Man versteht nicht, wie ein Herausgeber, von dem man doch meinen sollte, er empfehle seine Ausgabe, sich derart selber ein Bein stellen kann.

Da hat die gute Dame wohl die Vorbemerkungen im Buch nicht gelesen, sonst hätte sie diese Frage nicht gestellt.

Eine Antwort auf diese Frage gibt Felix Philipp Ingold auf www.lyriktext.de.

 Lesen Sie seine Antwort:  Ingold erwidert

 

Apr 022012
 

Im Mai veranstaltet das Günter-Grass-Haus in Lübeck das Erste Festival der Schweizer Lyrik. Eröffnet wird es am 10. Mai von Felix Philipp Ingold und Raphael Urweider.

Der Link zu dieser Veranstaltung: Günter-Grass-Haus, Lübeck.

Auf dieser Seite wurde die Seite www.lyriktext.de als Ingolds Homepage verlinkt. Das war dann der Anlaß, diese Seite entgültig zu überarbeiten und Ordnung hineinzubringen. Ich hoffe, die Seite gefällt Ihnen. www.lyriktext.de